Kategorie: Design

  • Timeless Leather – Berufung statt Beruf

    [vc_row][vc_column][vc_column_text]Manche von uns haben das große Glück früh ihre Bestimmung zu finden und eher ihrer Berufung als ihrem Beruf nachzugehen. Eine Aufgabe, die sie bis auf wenige Ausnahmen, jeden Tag voller Motivation und Vorfreude in die Werkstatt, den Laden oder ins Büro fahren lässt. Sebastian von Timeless Leather ist so ein Glückspilz! Sein Werdegang hat sich im Nachhinein betrachtet schon sehr früh abgezeichnet – auch wenn dieser Weg, wie meistens im Leben, nicht der direkte Weg war.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Die meisten von uns verdienen ihr erstes eigenes Geld in jungen Jahren an der Supermarktkasse und kümmern sich um die verstopften Pfandrückgabeautomaten, verkaufen Popcorn an der Kinokasse oder sorgen dafür, dass der Anteil an Ausschuss im metallverarbeitenden Gewerbe ansteigt. Glücklicherweise ist Sebastian gegenüber einer Sattlerei aufgewachsen und so hat es sich irgendwann ergeben, dass er bereits mit elf oder zwölf Jahren mit Leder in Berührung kam und dort sein erstes Taschengeld verdient hat. Aber, manchmal bedarf es im Leben einfach einiger Irrwege damit man seine Bestimmung erkennt und noch viel wichtiger, sie aufgrund gemachter anderer Erfahrungen auch zu schätzen weiß.

    [/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1955″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Und so hat er erst eine Ausbildung als Maschinenschlosser absolviert bevor er erkannte, dass ihn das nicht glücklich macht und er, um sich morgens nicht aus dem Bett quälen zu müssen, etwas Kreatives braucht. Etwas, dass er mit Herzblut und seinen Händen erschaffen kann – denn die Zeit ist zu schade und das Leben zu kurz und kostbar um acht Stunden am Tag etwas zu machen, was einem wenig bis keinen Spaß bereitet.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1952″ img_size=“full“][/vc_column][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Im Anschluss an seine Tätigkeit als Maschinenschlosser zog es ihn also vom harten und kalten Stahl zurück zum weichen und warmen Leder. Bevor es jedoch zu Timeless Leather kam hat er erst noch einige Jahre als Sattler gearbeitet und sich mit seinem Bruder selbständig gemacht. Timeless Leather ist schließlich 2012 entstanden und mit einer Werkstatt gestartet. Inzwischen betreibt Sebastian schon seit drei Jahren auch einen kleinen, toll mit Holzmöbeln eingerichteten Laden in Bonn, in dem es wundervoll nach Leder riecht und in dem man seine Werkzeuge bestaunen kann.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Sebastian wird bei seiner Arbeit lediglich von einem Mitarbeiter unterstützt. Nicht zuletzt, weil der Beruf leider nur noch sehr wenig ausgebildet wird und die benötigten Qualifikationen sehr schwer zu finden sind – erst Recht, wenn man Mitarbeiter sucht, die ebenfalls mit Überzeugung dabei und nicht auf der Suche nach einem 9 to 5 Job sind, der nur dazu dient, die Rechnungen zu bezahlen. Auf keinen Fall vergessen darf man aber seine Frau! Wie so häufig steht zwar auch sie meist im Hintergrund, ist aber dennoch maßgeblich für den Erfolg von Timeless Leather verantwortlich, da sie ihm den Rücken freihält, als helfende Hand zu Seite steht und ihm bei allen Dingen hilft, die sich sonst unendlich auf dem Schreibtisch stapeln würden.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1928″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1933″ img_size=“full“][/vc_column][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]In seiner kleinen Werkstatt fertigt Sebastian neben allerlei Auftragsarbeiten Geldbeutel, Gürtel, Hosenträger und Accessoires wie Armbänder oder Schlüsselanhänger. Das rein pflanzlich gegerbte Leder hierfür stammt überwiegend aus Gerbereien in Deutschland, wo es auch zugerichtet und gefärbt wird. Alles soll so lokal wie möglich bezogen werden. Da dies aber nicht immer ohne weiteres möglich ist, stammt das Pferdeleder aus England oder Italien, wo auch die Gürtelschnallen überwiegend hergestellt werden. Die Geldbeutel werden aufwendig auf alten Maschinen aus den 1960ern gefertigt und um einen, eigentlich so einfachen, Gürtel zu erschaffen benötigt er gut zwei Stunden –  alles daran ist komplett von Hand genäht.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Zwar kann auch er, wie die meisten, mit denen wir uns in letzter Zeit unterhalten haben, ein Umdenken in der Gesellschaft feststellen. Man kauft inzwischen lieber einmal richtig, anstatt jedes Jahr einen Gürtel aus Lederimitat entsorgen zu müssen, weil er gerissen ist oder sich die einzelnen Schichten voneinander lösen. Dennoch ist gerade bei der Laufkundschaft häufig noch ein wenig Überzeugungsarbeit notwendig, bevor den Leuten klar wird, wieviel Arbeit in einem solchen Stück wirklich steckt und der Preis somit vollauf gerechtfertigt ist. Im Nachhinein betrachtet konnten selbst wir uns das nicht richtig vorstellen, bis wir letztes Jahr im Herbst von unseren Freunden von Heldbergs zu einem Gürtelworkshop eingeladen wurden und dort selbst einen Gürtel von Hand nähen durften. Stundenlang haben wir versucht eine halbwegs saubere Naht hinzubekommen, die nicht bei der kleinsten Belastung wieder aufgeht und dabei unter äußerster Anstrengung viel Schweiß und irgendwann sogar Blut vergossen. Selbstverständlich geht das einem Profi wie Sebastian inzwischen viel leichter von der Hand, dennoch waren die Blasen an unseren Fingern für uns Beweis genug, dass man eben nicht mal kurz in ein paar Minuten einen qualitativ hochwertigen Gürtel herstellt und solche eine Qualität eben ihren Preis haben muss!

    [/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1937″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1948″ img_size=“full“][/vc_column][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Ähnlich wie bei seinen Produkten und Lieferanten legt Sebastian auch bei seinen Partnern viel Wert auf „Klasse statt Masse“. Bei den langfristig ausgelegten Kooperationen müssen die Inhaber Sebastians „Geist“ teilen, ebenso begeistert sein und nicht zuletzt muss das Produkt zum Rest des Sortiments passen. Und so sind die Produkte inzwischen zwar in Deutschland und der Schweiz auch bei Retailern zu erhalten – aus oben genannten Gründen aber eben nur bei wenigen ausgesuchten Partnern.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Sebastian ist zweifelsohne einer der Besten seiner Zunft, denn er liebt den Werkstoff. Liebt es, das Leder zu fühlen und damit zu arbeiten. Nicht ohne ein kleines Lachen im Gesicht erzählt er uns, dass er sich noch gut an die Zeit als Maschinenschlosser erinnern kann und die Entscheidung jederzeit wieder treffen würde. Wir wünschen ihm, dass er sich weiterhin jeden Morgen voller Vorfreude auf seine Werkstatt und seinen Laden aus dem Bett schwingt und sich seine Begeisterung beibehalten kann.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

  • Makers Bible Beetroot and Steel – weit mehr als nur ein Branchenverzeichnis

    [vc_row][vc_column][vc_column_text]2018 ist noch fast jungfräulich und muss seine Geschichten erst noch schreiben, da halten wir schon eine tolle Lektüre in der Hand, die uns das restliche Jahr sicher häufiger begleiten und uns die Zeit mit interessanten Geschichten und grandiosen Bildern vertreiben wird – vor allem aber wird sie auf uns die erschreckende Wirkung haben, bestimmte Dinge auf einmal haben zu müssen, obwohl uns das einigen Sekunden zuvor noch nicht klar war.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Die Erinnerungen an mein letztes Angelerlebnis sind schon ziemlich verblasst und ich kann mich fast nur noch an die Hilflosigkeit erinnern, als ich wider Erwartens beim Angelausflug mit meinem Vater an einem verlassenen See in Mecklenburg-Vorpommern eines Sonntagmorgens doch tatsächlich ein großes zappelndes und glitschiges Etwas an der Angel hatte. Wirklich mehr Details gibt meine Erinnerung nicht mehr her und obwohl ich in den 20 Jahren seit diesem Erlebnis nie wieder wirklich den Wunsch verspürt hatte Angeln gehen zu müssen, habe ich jetzt das dringende Bedürfnis dazu und auf einmal das Gefühl mein halbes Leben etwas verpasst zu haben – Schuld daran die Angeln und Spulen von Rawson & Perin und vor allem, die erst im Dezember erschienene, zweite Ausgabe, der Makers Bible.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1830″ img_size=“full“ onclick=“link_image“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Wie auch schon zuvor ist sie auch dieses Mal zweifelsohne ein Manifest für Qualität, Leidenschaft und Handwerkskunst. In der neuen Ausgabe „BEETROOT AND STEEL“ dreht sich alles um Genuss, gutes Essen und die besonderen Momente, die man mit lieben Menschen beim gemeinsamen Essen oder am Lagerfeuer erlebt.

    Wer die Makers Bible noch nicht kennt und sie zum ersten Mal in den Händen hält, dem fällt gleich der besonders hochwertige und liebevoll gestaltete Einband sowie die strahlend leuchtende Schrift auf. Allein wenn sie einfach nur still im Schrank steht, strahlt sie einen im Vorbeilaufen mit ihrer glänzend leuchtenden Schrift an und lädt ein, etwas in ihr zu schmökern, zu träumen oder einfach nur die tollen Bilder anzuschauen. Von den Bildern und der Art, wie sie aufgenommen und umgesetzt sind, sind wir wie schon von der ersten Ausgabe besonders begeistert – perfekt um an verregneten Sonntagen einfach nur von neuen Schätzen zu träumen und festzustellen, wie viel man davon plötzlich unbedingt braucht. Schön, dass dieses Mal noch mehr so wundervolle Fotostrecken wie die von Stefan Brauns kulinarischem Abenteuer nach Monopoli oder über die Mezcal Herstellung in Oaxaca enthalten sind.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1833″ img_size=“full“ onclick=“link_image“][/vc_column][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Wir entdecken beim durchstöbern auch einige alte Bekannte, die wir bereits auf unserer Reise getroffen haben und über die wir zum Teil auch schon berichtet haben. Und so sind völlig zu Recht auch unsere Freunde von Heldbergs, die Jungs von Heiland Likör oder das Hopfengut No20 aus Tettnang in der Makers Bible vertreten.

    Wir entdecken aber auch viele neue und uns bisher noch unbekannte Marken, deren Produkte schon beim erstmaligen durchblättern unglaublich spannend aussehen. Darunter die Geschichten der beiden Ambassadors, die sich mit ihren Projekten vollauf den Bienen verschrieben haben – Viktoria mit ihrem wirklich unterstützenswerten Projekt „Nearbees“ und Ruben mit seinem Projekt „Transmonte“.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Aber auch Ramon Grendene der auf seiner alten renovierten Farm sein Gemüse rein nach dem alten Prinzip der Permakultur anbaut und diese wiederaufleben lässt. Beide sind ausführlich zusammen mit fünf weiteren Ambassadors im wirklich tollen ersten Kapital beschrieben.

    Schön zu sehen, dass es auch Unternehmen wie Dualit, Berkel, Stanley, Balistol oder Friedr. Dick, die übrigens nur einen Katzensprung von uns angesiedelt sind, in die Makers Bible geschafft haben und dort vertreten sind. Unternehmen, die zwar seit Jahrzehnten und teilweise seit mehr als 200 Jahren tolle Produkte in außergewöhnlicher Qualität herstellen aber leider nicht ganz so „hipp“ sind wie andere und daher, genau wie viele weitere traditionelle kleine Unternehmen, meistens etwas untergehen. Im Grunde geht es ihnen genau wie zig kleinen Brauereien, die eigentlich schon „immer“ Craft Bier herstellen – schon lange bevor der Begriff erfunden und bekannt wurde und dennoch geht der Hype völlig an ihnen vorbei, was unheimlich schade ist.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Wärmstens ans Herz legen können wir euch übrigens auch die Storefinder App, die ihr einfach über die Webseite www.makersbible.com aufrufen könnt und dann entweder nach Brand, Stadt oder nach eurem aktuellen Standort suchen könnt. Die App ist webbasiert, was bedeutet, dass ihr nichts herunterladen müsst sondern euch gleich auf die Suche machen könnt. Wir wussten überhaupt nicht wie viele coole Marken tatsächlich bei uns in der Nähe zu finden sind, macht euch auf die Suche – ihr werdet überrascht sein.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1832″ img_size=“full“ onclick=“link_image“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Die Makers Bible ist also weit mehr als einfach nur ein Branchenverzeichnis für die Craft-, Heritage und Makers Szene. Die Jungs und Mädels von Melville Brand Design haben wieder einen verdammt guten Job gemacht und wer sich Gedanken über eine neue Anschaffung macht und nicht irgendein charakterloses Produkt kaufen möchte – sondern Wert auf Qualität, Handwerkskunst und große Geschichten legt – wird hier definitiv fündig. Egal ob es „nur“ neue Messer, Schneidebretter, Grills in allen Variationen, Töpfe, Gewürze, Öle, verschiedenste Biere oder Spirituosen sein sollen oder doch eine etwas größere Anschaffung wie eine Kaffeemaschine oder gar ein neuer Foodtruck – ihr werdet sicher in der Makers Bible ein grandioses Exemplar finden.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Photocredits by: Craftwort[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

  • Whytes – alles andere ist Schnickschnack

    [vc_row][vc_column][vc_column_text]Während ich hier sitze und beginne die ersten Zeilen über Whytes zu schreiben kommt ein spontaner Gedanke auf. Ok, ich habe die Schachtel noch nicht ausgepackt und werde erst in ein paar Minuten hineinschauen. Aber mein aller erster Gedanke war: „wozu braucht es noch ein Start-Up, dass weiße T-Shirts verkauft? Weiße Shirts bekomme ich doch wirklich überall!“ Gott sei Dank täuscht der erste Eindruck manchmal und ich nehme sofort alles zurück – erst Recht nachdem ich die Schachtel geöffnet habe![/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1775″ img_size=“full“ onclick=“link_image“][/vc_column][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Im Grunde genommen habe ich selbst schon die Erfahrung gemacht, dass es nicht so leicht ist wie es klingt, ein anständiges weißes T-Shirt zu finden. Sucht man nach wirklich guter Qualität findet man häufig nur Unterwäsche und Hemden, die man nur als Unterhemd tragen kann. Schlendert man auf der Suche nach einem brauchbaren weißen T-Shirt durch die Fußgängerzonen ist es fast aussichtslos etwas Anständiges zu bekommen – fast so wie in Deutschlands Großstädten bei einem der Fastfood Riesen etwas Gesundes zum Essen zu bekommen. Abgesehen davon, dass die kleinen und besonderen Läden häufig aus dem Stadtbild verschwunden sind und mittlerweile alle Fußgängerzonen gleich aussehen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Bei der Suche nach einem weißen T-Shirt stößt man leider häufig nur auf die üblichen Verdächtigen, die als eine der wenigen simple weiße T-Shirts anbieten, die nicht nur als reines Unterhemd taugen würden. Aber wenn man sich nur ein wenig mit der Herstellung und den Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten beschäftigt, kann man das guten Gewissens nicht kaufen. Zudem halten diese Shirts meist nur zwei bis drei Waschgänge aus um danach völlig verzogen zu sein und in der Form eher einem modernen Kunstwerk zu gleichen als einem anständigen T-Shirt. Und wenn wir ehrlich zu uns sind, was braucht Mann mehr als ein weißes Shirt und eine anständige Jeans? Alles andere ist Schnickschnack!

    [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Whytes, das ist ein kleines Fashion Startup aus München mit einer einfachen aber genialen Mission – das perfekte weiße T-Shirt zu erschaffen. Hinter Whytes stehen mit Leidenschaft und Kreativität Nadia Botzenhard und Thomas Escher. Nadia, die als professionelle Fashiondesignerin schon seit 2009 in New York’s Modeindustrie gearbeitet hat und auch heute noch für zahlreiche Europäische Modelabels tätig ist. Und Thomas, der preisgekrönte Marketingstratege, der nach 12 Jahren im digitalen Marketing ebenfalls New York den Rücken gekehrt hat, um mit Nadia Whytes zu gründen und das Marketing zu übernehmen.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1784″ img_size=“full“ onclick=“link_image“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Ohne ein besonderer Modekenner zu sein ist es vermutlich in der Mode wie beim Kochen. Häufig ist es besonders schwierig gerade die einfachen Sachen richtig gut zu machen und so zeichnen manchmal die wirklich einfachen Sachen wahre Könner ihres Fachs aus. Oder warum widmen sich immer mehr und mehr Meisterköche Currywurst und Co.?[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1780″ img_size=“full“ onclick=“link_image“][/vc_column][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Um das Einfache perfekt zu machen sind die beiden jedoch einen etwas anderen Weg gegangen der ebenso einfach wie genial ist. Sie haben nicht etwa wie viele andere im stillen Kämmerlein ein Produkt entwickelt und anschließend geschaut, wie es am Markt ankommt, sondern haben sage und schreibe 379 Fashion-Blogger aus aller Welt zu Rate gezogen, die als Whytes Co-Creators fungierten. Nach gut 18-monatiger Vorbereitungsphase ging dann Whytes schließlich im Dezember 2015 an den Start. Jedes einzelne T-Shirt wird inzwischen nach strengen Vorgaben in Deutschland handgefertigt. Weil neben Optik und Qualität natürlich auch Sitz und Passform eine wesentliche Rolle für das perfekte weiße T-Shirt spielen werden die Shirts in 12(!) Verschiedenen Größen angeboten. Für jede der sechs Standardgrößen gibt es eine Langversion, die 3,5 cm länger ist als die normale Standardgröße Somit kann sichergestellt werden, dass die Shirts jedem optimal passen und auch Männer fündig werden, die sonst Schwierigkeiten haben richtig sitzende Shirts zu finden, weil sie etwa über 1,90 sind oder eine etwas athletischere Figur haben.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Nun aber zurück zum oben erwähnten Päckchen, das ich inzwischen vorsichtig ausgepackt habe und mir ein „Chapeau-sagendes Grinsen“ nicht verkneifen kann. Das Shirt kommt in perfekt gestyltem, hochwertigen Karton mit kleiner handschriftlicher Widmung und ist nochmals fein säuberlich in Papier verpackt. Der kleine „hug me.“ Aufkleber, der alles zusammenhält zeugt von Kreativität und Liebe zum Detail. Ich nehme das strahlend weiße T-Shirt aus seiner Verpackung und unweigerlich trommelt ein Bruce Springsteen Hit von innen gegen mein Trommelfell – auf einmal verstehe ich „The Boss“ und weiß, warum er gefühlte Jahrzehnte nie etwas anderes als ein weißes T-Shirt getragen hat.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Einmal angezogen spürt man gleich, dass es sich hierbei nicht um ein 0815-Shirt handelt. Alles sitzt! Die Ärmel liegen leicht am Bizeps an und das Shirt trägt sich angenehm weich wie eine, nicht zu eng anliegende, zweite Haut. Alles einwandfrei verarbeitet und das Whytes Label ist für Interessierte zwar sichtbar aber in keinster Weise zu aufdringlich.

    Ich muss schon sagen: feines Stöffchen![/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1804″ img_size=“full“ onclick=“link_image“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Inzwischen habe ich das Shirt einige Male getragen und um wieder den Vergleich zum Kochen zu ziehen kann ich sagen: die Shirts von Whytes sind definitiv kein gut verpacktes Fastfood, sondern die Currywurst vom Gourmetkoch. Einfach, klassisch, aber handwerklich absolute Spitzenklasse und daher vollstens zu empfehlen!

    Die Shirts erhaltet ihr sowohl im eigenen Onlinestore als auch in ausgewählten Partner Stores unter anderem in München, Köln, Freiburg und Frankfurt.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Photocredits by: Richard Jay, Francis Kenneth, Whytes und Craftwort

    [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

  • Heldbergs – Richtig gutes Zeug

    [vc_row][vc_column][vc_column_text]Wenn wir mal kurz in uns gehen und ehrlich zu uns sind, dann haben inzwischen viele von uns ein ziemlich langweiliges Leben. Wir pendeln tagein, tagaus im Zombiemodus ins Büro, verweilen dort acht oder neun Stunden, damit wir keinen schlechten Eindruck beim Chef hinterlassen und begeben uns dann wieder in den Stau oder zur überfüllten und verspäteten S-Bahn. Unvorhergesehenes, Überraschendes oder gar Aufregendes passiert im Alltag nur den Wenigsten von uns.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Das größte Abenteuer erfahren wir höchstens, wenn wir auf dem Weg zur U-Bahn in einen Regenschauer geraten und das Aufregendste unserer Woche ist ein kleiner Auffahrunfall an der Ampel gegenüber, den wir beobachten, als wir schlaftrunken und unmotiviert aus dem Bürofenster starren. Und auch um unsere Kids steht es teilweise nicht viel besser. Letztens bin ich zufällig auf einen erschreckenden Artikel gestoßen, demnach ist jedes zweite Kind zwischen vier und zwölf Jahren noch nie auf einen Baum geklettert und inzwischen verbringen Kinder teilweise bis zu sechs Stunden täglich vor dem Fernseher. Wenn ich da an meine „Abenteuer“ im Wald und an diversen Bächen denke, empfinde ich ganz ganz großes Mitleid mit diesen Kindern![/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1623″ img_size=“full“ onclick=“img_link_large“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Wir müssen also raus – und zwar alle!!! Wir müssen über einen See paddeln, unser Fahrrad schnappen oder mal wieder Wandern gehen. Wir müssen unter freiem Himmel schlafen und die frische Luft genießen. Wir müssen tief einatmen, Holz hacken gehen, ein Lagerfeuer machen, Marshmallows grillen, etwas schnitzen, Kaffee auf offenem Feuer kochen, schlechten Wein aus Emailletassen trinken und dem Regen lauschen, der auf das Zelt prasselt. Wir müssen unseren Kids die Sternenbilder erklären, ein Buch in der Hängematte lesen und dabei einschlafen, wenn uns die tiefstehende Sonne ins Gesicht scheint – und zu guter Letzt: lasst uns nicht vergessen wieder in Pfützen zu springen und auf Bäume zu klettern![/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1624″ img_size=“full“ onclick=“img_link_large“][/vc_column][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Alles was wir dazu brauchen, gibt es direkt vor der Haustür – und wenn uns doch noch etwas für das Abenteuer fehlt, gibt es Heldbergs! Dort bekommt ihr sowohl die notwendige Inspiration als auch die richtigen Produkte. Wir durften einige Produkte bei unserem letzten Island Trip testen und hatten riesigen Spaß damit! Wir hatten längst vergessen, wie großartig es ist einfach mal mit der Steinschleuder auf ein paar alte Dosen zu schießen oder wie entspannend es sein kann, sich etwas zu schnitzen. Ob Kaffee, Wein oder Craft Bier – aus der Heldbergs Tasse schmeckt einfach alles nach Abenteuer und ob ihr es glaubt oder nicht, aus der robusten Klean Kanteen Edelstahlflasche mit feinem Heldbergs Logo im Deckel schmeckt das klare, isländische Wasser noch ein klein wenig besser.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Heldbergs ist ein noch relativ junger Onlineshop bei dem schon das Durchstöbern zum kleinen Abenteuer wird. Dort finden wir alle Produkte, die den Mann wieder zum Kind werden lassen, die uns zu Königen der Küche machen, die uns dabei helfen unsere Geschichten niederzuschreiben, die uns zum Helden für unsere Kids machen oder die wir einfach nur für ein gelungenes Abenteuer in der Natur unbedingt brauchen. Es geht also nicht nur um die Erlebnisse in der Natur, aber gerade dieser Teil begeistert uns besonders. Auch wenn Dinge, wie das Eisenbahn Frühstücksset mit Eierschranke und kleinem Salzexpress oder die Spielzeugautos im Renndress aus Holz wirklich grandios sind.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Die Idee zu Heldbergs hatte 2013 Volker Habermaaß, der zuvor lange Zeit in Japan verbracht hatte und sich dort von der großen und langen Tradition japanischer Handwerkskunst inspirieren ließ. Heldbergs ist in Bad Rodach, einer kleinen Stadt im oberfränkischen Landkreis Coburg ansässig und ist Teil der HABA-Firmenfamilie. Bereits vor mehr als 75 Jahren wurde hierzu der Grundstein gelegt, als der Großvater Eugen Habermaaß eine Fabrik für feine Holzspielwaren gründete. Die Idee aus Japan mitgebracht wurde Heldbergs 2015 schließlich zu einem neuen und ganz besonderen Vertriebszweig.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1615″ img_size=“full“ onclick=“img_link_large“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Inzwischen arbeitet ein kleines Team von vier Mitarbeitern bei Heldbergs von denen jeder Einzelne das Lebensgefühl Heldbergs lebt und nicht einfach nur seinem „Job“ nachgeht. So ist man nicht nur ständig auf der Suche nach weiteren, tollen Produkten um das Sortiment kontinuierlich zu erweitern – um die perfekte Steinschleuder anbieten zu können geht man schon mal selbst für einige Zeit in den Wald und sucht die Astgabeln einzeln zusammen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1613″ img_size=“full“ onclick=“img_link_large“][/vc_column][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Aber nicht nur an der Auswahl der Produkte erkennt man die Leidenschaft mit der bei Heldbergs gearbeitet wird – auch an den lebendigen Fotos, die meist im hauseigenen Fotostudio oder natürlich unter freiem Himmel entstehen und nicht selten Teile des Teams zeigen, wie die hauseigenen Produkte mit großer Begeisterung getestet werden. Für Regentage oder anstatt Abende vor dem Fernseher sind besonders die „Heldbergsstories“ zu empfehlen, wo im besten Stile Craftworts schon mal über den Zustand unserer Kaffeekultur sinniert wird.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Fast alles, was im Shop zu haben ist, wurde vorher ausgiebig getestet und ist besonders bei Volker Habermaaß, der Heldbergs in besonderem Maße lebt und verkörpert, zuhause zu finden. Daran sollten sich einige Unternehmer übrigens ein Beispiel nehmen! Wenn nur der ein oder andere Firmenchef ab und zu gezwungen wäre, die eigenen Produkte zu nutzen, müssten wir Verbraucher uns mit deutlich weniger schlechten Produkten zufriedengeben. Aber das ist ein anderes Thema…[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Für uns eignet sich Heldbergs besonders toll, um seltene Geschenke zu finden und gleich ein Abenteuer mit zu verschenken. Sei es die wundervoll aussehende Salami Guillotine, das Boule Set mit Holzkugeln für generationsübergreifende Partien, die schöne Werkzeugkiste oder das Küchenset mit Hackbrett und Axt. Wir jedenfalls planen jetzt unseren nächsten Wochenendtrip in der Natur und überlegen nun, ob wir uns nicht die wundervoll designten Paddel von Sanborn bestellen müssen und vor allem, was wir damit anfangen könnten – wo wir doch leider kein Kanu besitzen. Wir sind dann mal draußen und ihr besucht am besten gleich www.heldbergs.com!!![/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1614″ img_size=“full“ onclick=“img_link_large“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/6″][vc_single_image image=“1630″ img_size=“full“ onclick=“img_link_large“][/vc_column][vc_column width=“1/6″][vc_single_image image=“1627″ img_size=“full“ onclick=“img_link_large“][/vc_column][vc_column width=“1/6″][vc_single_image image=“1626″ img_size=“full“ onclick=“img_link_large“][/vc_column][vc_column width=“1/6″][vc_single_image image=“1621″ img_size=“full“ onclick=“img_link_large“][/vc_column][vc_column width=“1/6″][vc_single_image image=“1619″ img_size=“full“ onclick=“img_link_large“][/vc_column][vc_column width=“1/6″][vc_single_image image=“1616″ img_size=“full“ onclick=“img_link_large“][/vc_column][/vc_row]

  • Ehrliche Handarbeit made in Germany – 877 Workshop

    [vc_row][vc_column][vc_column_text]

    Es ist ein nebliger und verregneter Sonntagnachmittag im Januar, ich sitze in meinem Arbeitszimmer, lausche der großartigen Musik von Black Rebel Motorcycle Club und lasse den Besuch bei 877 Workshop in Hamburg revuepassieren. Kurz habe ich überlegt etwas Anderes aufzulegen, aber etwas Anderes würde nicht passen. Es muss das raue und ungeschliffene von BRMC sein, denn Sylvia und Daniel von 877 Workshop machen Accessoires für Männer – Accessoires mit einem ebenso einzigartigen, rauen und ungeschliffenen Charakter wie die Musik von BRMC.

    [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]

    Inzwischen ist es schon gut fünf Monate her, dass ich die beiden im August in Hamburg besucht habe. Der Artikel ist längst überfällig, doch irgendwie ist immer etwas dazwischengekommen und ich habe nie die Ruhe gefunden mir dafür Zeit zu nehmen. Gut, in letzter Zeit ist sehr viel passiert und die Zeit war tatsächlich mehr als knapp. Aber wenn ich es mir recht überlege war ein Grund dafür auch, zumindest unterbewusst, dass ich von vorne herein wusste, dass ich mit diesem Artikel den beiden und ihren Produkten vermutlich nicht gerecht werden kann.

    [/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1445″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]

    Bereits vor meinem Besuch bei Sylvia und Daniel wusste ich, dass sie sehr viel Zeit in jedes ihrer Stücke investieren. Wie viele Arbeitsschritte und Detailarbeit aber allein in einer kleinen Niete, einem Knopf, geschweige denn in einer Gürtelschnalle stecken… Ich hatte ja keine Ahnung!!!

    [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1446″ img_size=“full“][/vc_column][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]

    Bei meinem relativ kurzfristigen Besuch, bei dem ich eigentlich nur auf der Durchreise war, durfte ich zwei sehr nette Menschen kennlernen, die sich sehr viel Zeit genommen haben um mir alles im Detail zu erklären. Man merkt sofort wie sehr die beiden von ihrer Arbeit begeistert sind und wie sehr sie das lieben, was sie tun. Wir sind sofort nett ins Gespräch gekommen und haben viel über alte Handwerkskunst, ihre Besuche bei alten Meistern und den Entwicklungen in der „Craft-Szene“ gesprochen.

    [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]

    Die beiden sind begeistert von alten und fast vergessenen Arbeitstechniken und kombinieren diese mit modernen und frischen Designs. Das Tolle daran ist, dass sie gar nicht versuchen alles industriell perfekt zu machen – jedes Accessoire ist ein kleines Unikat und die Einzigartigkeit ein Teil ihrer Philosophie. So hat jedes Stück verwendete Leder seine ganz eigene Farbe, Struktur, Falten oder gar Narben. Jedes Stück Metall hat seine eigenen Bearbeitungsspuren und nicht selten kommt es vor, dass das ein oder andere Stück auch etwas windschief ist. Aber das ist gewollt und genau das macht die Kreationen der Beiden so besonders. Keines gleicht exakt dem Anderen, alles hat seinen eigenen Charakter. Handwerk und Handarbeit sind eben selten perfekt und sollen es auch nicht sein. Man erschafft schließlich etwas durch Hingabe und Menschenhände und nicht durch Roboterarme – und das soll man gefälligst auch sehen!

    [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]

    Sylvia und Daniel fertigen auf alten Maschinen Gürtel, Armbänder, Schlüsselanhänger, Siegelringe und vieles mehr. Wenn Mann bisher nicht wusste, dass er Accessoires benötigt – sobald Mann sich etwas näher mit den Produkten von 877 Workshop beschäftigt weiß Mann es! Ich war mir bisher definitiv sicher, weder ein Armband noch eine Markttasche zu benötigen – aber so kann man sich täuschen!

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    Egal ob Verschlüsse, Gürtelschnallen oder Nieten, alle Metallteile sind handgefertigt. Die Stücke werden teilweise auf Maschinen hergestellt, die als Museumsleihgaben zur Verfügung gestellt werden und die, diese Herstellungsweise erst möglich machen. So wird diesen alten, ehrwürdigen Maschinen, wie der Drehbank von 1928 oder der, dagegen fast schon neuen Graviermaschine aus den 1960ern, wieder eine Aufgabe gegeben und die Stücke werden zu etwas ganz Besonderem.

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    Bei Sylvia und Daniel kann man sich darauf verlassen, dass alles handgemacht ist. Die Gürtelschnallen werden nicht im Großhandel bestellt, sondern werden mühevoll nach einer Jahrzehnte alten Methode einzeln in einer Sandform gegossen, wobei für jede Schnalle eine neue Form hergestellt werden muss. So ist es selbstverständlich, dass die Lieferanten, der Teile, die hinzugekauft werden müssen, den selben hohen Ansprüchen gerecht werden müssen und die Materialien fast ausschließlich von Lieferanten aus Deutschland stammen. Das pflanzlich gegerbte Leder beispielsweise, wird einzeln ausgesucht und ist nur in geringen Mengen verfügbar. Es stammt von einer kleinen, familienbetriebenen Gerberei die bereits 1875 gegründet wurde und heute bereits in der 5. Generation betrieben wird. Die dort angewendete, traditionelle Art zu Gerben ist mit einer Dauer von mindestens acht Wochen deutlich aufwendiger als es heute in der Industrie üblich ist. Aber Qualität und Optik sprechen für sich und ist bis heute fast unerreicht.

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    Unter all den schönen Produkten die Sylvia und Daniel erschaffen, haben mir zwei ganz besonders gefallen. Zum einen die Decke im Military Design die, wie könnte es auch anders sein, aufwendig auf speziellen (Jarquard-) Webstühlen hergestellt wird um diese besondere Musterung zu erhalten. Wenn man sich die Decke anschaut träumt man unweigerlich davon, bei Sonnenuntergang einfach rechts ranzufahren, den Highway hinter sich zu lassen, von seinem Bike abzusteigen und ein Lagerfeuer für die Nacht anzuzünden– sozusagen der wollene Traum von Freiheit. Das Highlight waren für uns als absolute Fans alter Porsche Sportwägen aber die, ebenfalls aus feinstem Leder hergestellten, Untersetzer im Fuchsfelgen-Design. So lässt sich das Craftbier stilecht genießen und nebenbei von einem alten 911er träumen – vielleicht reicht es ja irgendwann wenigstens mal für einen 912er. Grandiose Idee!!!

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    Auf dem Album ist nun der letzte Song angebrochen und die Platte klingt mit einem akustischen Stück langsam aus. Ich hoffe wenigstens halbwegs der bewundernswerten Arbeit gerecht geworden zu sein und wünsche den beiden weiterhin so viel bemerkenswerten Mut und Leidenschaft für ihre Arbeit.

    Auf Bald!

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  • Holz auf der Nase statt Brett vor’m Kopf

    Könnt ihr euch noch an die Zeit erinnern, in der eure Uhr nur eine Funktion hatte, mit einer Batterie gefühlt ein Leben lang überlebte und in der ihr noch lieber mit Menschen als mit ihr gesprochen habt? Gönnt eurem Handgelenk ’ne Pause, denn Cheesy präsentiert warmes Holz in Zeiten von kaltem Beton und eisigem Metall. Also schickt eure Apple Watch zurück, ruft eure Freunde von damals an und dann ab an den Tresen für Minimum 3 kühle Blonde….aber erst nach der folgenden Lektüre. 

    Gegossen aus Metall? Geformt mit Beton? Warum nicht einfach Holz? Es ist warm, fühlt sich gut an und erinnert uns in einer hektischen Welt an die Ruhe der Wälder. Vor ein paar Jahren noch ein Exot, tummelt sich Cheesy heute auf einem breiten Markt für Accessoires aus Holz – Ringe, Ketten, Ohrringe, Brillen und eben Uhren. Wir haben uns mit Jan vom Accessoires Startup Cheesy über Holz, Globalisierung und Design inspired by „Einfach-Mal-Machen“ unterhalten.

    Der Real-Life Michel aus Lönneberga

    Jan ist 27 Jahre alt, bastelt gerade fleißig an der Masterarbeit und verbringt seine Zeit bei einem weltbekannten Automobilhersteller. Klingt bis dato nicht spektakulär, aber wenn man seine Werkstatt sieht und von allen Seiten von Sonnenbrillen, Uhren und Accessoires angestrahlt wird, bekommt spätestens der Letzte mit, dass hier mehr geht als Reihenhaus und Firmenwagen. Jan ist Gründer mit Ideen und Arsch in der Hose ohne dabei gezwungen auf mächtig hipp zu machen. „Ich habe viel mit CAD gearbeitet und den damit den internen Designprozess betreut, was sich mit Cheesy sehr gut ergänzt hat. Dadurch konnte ich 3D-Modelle erstellen, die man später dann für eine Produktion zwingend benötigt.“

    Wie kommt man eigentlich als Ingenieur darauf sein eigenes Label zu starten? Darf man das überhaupt?

    Die Geschichte klingt wie eine Mischung aus Inspector Gadget, McGyver und Michel aus Lönneberga. Es war ein kalter Tag in einer Hütte irgendwo in Kanada. Jan war eingeschneit und musste sich irgendwie beschäftigen. Also setzte er sich dort an die Werkbank, schnappte sich eine handvoll Holz und spielte mit Säge, Fräse und Drechsel. Am Ende hielt er den ersten Prototyp in der Hand. Dieser lag dann noch ein paar Jahre in seiner Schublade bis Jan das Projekt wiederbelebt hat und aus einer Idee Realität wurde.

    Große Ideen brauchen keine großen Investitionen

    Wer Ideen hat, braucht nicht zwangsläufig die großen Investitionen, um diese zum Leben zu erwecken. Bootstrapping nennt das der geneigte Startup-Yuppie von heute und meint damit die Unabhängigkeit von externen Investoren. Vielmehr geht es beim Bootstrapping um den schnellen und günstigen Einstieg in das Geschäftsfeld. Im Fall von Jan hieß das Uhren bauen, verkaufen, mit dem Gewinn neue Uhren bauen und wieder verkaufen. Und diesen Zyklus solange durchziehen bis ein Unternehmen entstanden ist. Berühmte, aktuelle Vorbilder dieser Methode sind z.B. GoPro, GitHub und TechCrunch aus dem Tech-Sektor und unzählige kleine Craft-Labels, wie eben Cheesy.

    8484_1684875025104601_5893733258601065875_nCraft made by Passion and Eigenkapital

    Wenn man Jan auf das Thema Bootstrapping anspricht, fängt er an zu grinsen und man merkt ihm an, dass das genau seine Methode ist. Langsamer wachsen und stets der eigene Chef bleiben. Selber entscheiden, welche neue Designs man testen möchte, welche Events man mit starten will oder wie man Marketing macht. Jan ist ein Chamäleon und probiert gerne neue Sachen aus. „Das wäre mit einem Investor so nicht möglich. Denn nicht jedes Design ist extrem rentabel und manchmal baue ich Modelle nur, weil ich sehen möchte wie diese funktionieren.“

    Aus seinem Kerngeschäft mit Uhren aus Holz wurde so über die Zeit ein Portfolio mit verschiedensten Accessoires, wie Sonnenbrillen (übrigens mit sehr intelligentem Glaswechselmechanismus) oder Handyhüllen. Und aus den Kontakten, die er über die Zeit geknüpft hat, wurden neue Potenziale erweckt und direkt umgesetzt.

    Plattform statt Backform

    So geschehen in diesem Jahr mit der Stylekantine. Denn nicht nur Jan und sein Holz, sondern viele weitere Designer, Blogger und Fashioninteressierte fanden den Weg in die Mensa der Universität Stuttgart, um individuelle Designs zu ergattern und kleine Labels zu feiern. Jan hatte diesen Design-Blogger-Fashion-Markt mit einem Freund, ebenfalls Designer, hochgezogen. „In Stuttgart gibt es bestehende Events in dieser Richtung, aber wir wollten dem ganzen einen neuen Charakter geben. Einfach etwas anderes.“

    50 Aussteller aus den Bereichen Fashion | Design | Accessoires | Sport und etliche Blogger waren am Start und belebten einen Ort, an dem sonst Plastiktabletts mit günstigem Essen befüllt werden, zu neuem Leben. Das Credo der Stylekantine liegt dabei neben Style, Individualität und Design, vorallem auf Nachhaltigkeit und fairen Arbeitsbedingungen.

    Global Player mit Kaputzenpulli

    „Die Qualität war einfach besser und gleichzeitig achte ich sehr stark darauf, dass die Arbeitsbedingungen fair sind. Ich hatte verschiedenste Produktionen in Deutschland und im Ausland getestet und musste mir eingestehen, dass Qualität, Service und Arbeitsbedingungen in China am Besten waren.“ Die Globalisierung hat viele Schattenseiten und wird sehr oft für höhere Margen bei viel schlechteren Arbeitsbedingungen genutzt. Jan geht da einen anderen Weg und beweist, dass Qualität, Wirtschaftlichkeit und Fairness gleichzeitig machbar sind. Seine Produktion liegt im Ausland und das Design kommt aus seiner Werkstatt in der Nähe von Stuttgart.

    „Ich bin nach China gereist und habe mir verschiedene Betriebe angeschaut und mich relativ schnell für meinen Lieferanten entschieden. Am Anfang war ich zwar etwas skeptisch und hatte vor der ersten Lieferung Bedenken, dass das was ich als Vorlage gesendet habe, so umgesetzt, in hoher Qualität, geliefert wird. Doch als ich das Paket öffnete war ich begeistert.“

    Wer hat an der Uhr gedreht…

    Jan ist ein Bastler und kommt dadurch immer wieder auf neue Ideen. Seine aktuellste ist ein Ziffernblatt auf einer Schieferplatte. Was er als nächstes macht, weiß er noch nicht und lacht bei der Frage, ob Holz nur der Anfang ist. „Ich denke Holz ist ein sehr schönes, warmes Material aus dem man viel machen kann. Aber es gibt noch viele spannende Projekte, die mir im Kopf herumspuken. Ich produziere ja heute schon Kunststoffbrillen und möchte in Zukunft noch weitere Dinge ausprobieren.“

    Jeder kennt das Gefühl: Als Kind wolltest du immer schnell erwachsen werden und heute wünschst du dir nichts mehr als deine Kindheit zurück. Du kannst diese bewahren, indem du wieder mehr entdeckst, mehr mit deinen eigenen Händen erschaffst und mit den Menschen da draußen teilst. Aber genug mit Glückskekssprüchen für heute. Es wartet meine Carrera-Bahn und eine große Tasse heißer Kakao.

    ÜBRIGENS: Ihr bekommt die Kollektion von Cheesy im Netz und bei ausgewählten Einzelhändlern.

     

    Das Interview führte Pascal

    Photo Credits: Cheesy

  • Le Vélo oder „Der zweite Frühling rollender Geschichte“

    Wenn sich Fahrradfahren so großartig anfühlt wie Weihnachten mit 5 oder zum ersten Mal Super Mario durchgespielt – dann muss es ein Fahrrad von Le Vélo sein.

    Dabei sprechen wir hier ganz und gar nicht von trendigen Fixies, die inzwischen zum gemeinen Hipster gehören wie hochgeschlagene Röhrenjeans oder bauchfreie Oberteile, auf die sogar Axl Rose in seinen besten Tagen neidisch gewesen wäre. Die Fahrräder sind viel mehr ein wundervoll und mit viel Schweiß und Blut restauriertes Stück Zeitgeschichte bei dem man sich unweigerlich zu fragen beginnt, was dieses alte Stück Handarbeit zu erzählen hat.

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    Zum Beispiel das ehemalige Miele Polizeifahrrad von 1928, das damals als eines von nur 15 Stück für die Hamburger Polizei und den Einsatz in der Innenstadt angefertigt wurde. Was hat dieses Rad nicht schon alles erlebt? Sicher hat es schon den ein oder anderen Großstadtganoven nach wilder Verfolgungsjagd über den Kiez hinter Schloss und Riegel gebracht. Daher versteht sich von selbst, dass dieses einmalige Rad auch die aufwändige Restauration erhält, die es verdient. Zunächst wird der Rahmen 8 Tage in ein Alkoholbad gelegt um anschließend komplett zerlegt und abgeschliffen zu werden. Danach folgt eine Behandlung mit Rostumwandler, Bootslack, Klarlack sowie eine Holraumversiegelung – erst dann ist das Rad, versehen mit vielen Originalteilen, wieder fit für seinen zweiten Frühling und rostfrei bereit für neue Abenteuer.

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    Bei den aufwendigen Restaurationen wird modernste Technik in Form von hochentwickelten Stabilisierungslacken oder einer LED-Beleuchtung mit der Tradition des alten klassischen Handwerks kombiniert. Die einzigartigen Originale sollen beibehalten werden gleichzeitig aber fit für ein kleines, weiteres Stückchen Ewigkeit gemacht werden. Und so werden beispielsweise die Felgen auf einer originalen Maschine aus den 1930 Jahren nach historischem Vorbild hergestellt – bis hin zur kleinsten Schraube sind alle Teile in Perfektion maßgefertigte Einzelstücke.

    Begonnen hat die Geschichte von Le Vélo damit, dass Senad Sarac (selbst Baujahr 1979) schon früh von der handwerklichen Qualität alter Fahrräder begeistert war und schließlich vor rund 20 Jahren ein altes Rad aus der Elbe gefischt hat. Von nun an wurde bei allen Gelegenheiten und auf all seinen Reisen antike Fahrräder und Fahrradteile gesammelt bis über die Jahre so eine mehr als beachtliche Sammlung entstanden ist. Vom Hochrad aus der Gründerzeit, alten italienischen Rennradrahmen aus den 20ern, Fahrradleuchten aus Paris, bis hin zu über 90 Jahre alten Lenkern von Postfahrrädern aus der Schweiz – Senad’s Sammlung enthält alles, was das Vintage-Biker-Herz begehrt und ist somit ein riesiges anfassbares Stück Fahrradgeschichte. Allein in einem umgebauten ehemaligen Fischwagen, der inzwischen als kleines Lager dient, warten mehr als 100 alte Rahmen aus der Vorkriegszeit. Ein wahrer Schatz!

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    Besuchenswert wie der Eifelturm in Paris oder das Kolosseum in Rom ist der Le Vélo Showroom in Hamburg (Brunnenstraße 141). Hier wird alles erleb- und anfassbar gemacht. Hier können bereits fertig restaurierte Räder und Original-Werkzeuge aus zwei Jahrhunderten bestaunt werden. Ausführliche Beratung versteht sich von selbst.

    Mittlerweile werden aber nicht mehr „nur“ alte Fahrräder restauriert, inzwischen sind viele tolle und ebenso einzigartige Dinge um die Vintage-Bikes herum entstanden. Konsequent wie die Rechte von Bud Spencer (R.I.P.) werden so Rucksäcke, Werkzeug-, Sattel- und Aktentaschen von traditionellen Sattlern und Täschnern gefertigt.

    Die passenden Biker-Boots werden von Schumachermeistern gefertigt und damit das edle Stück Zweiradgeschichte nicht im dunklen Hinterhof übernachten muss, haben die Jungs einen geschickten Tragegriff erfunden damit der Großstadtbiker sein Schätzchen auch leicht ins frisch restaurierte Loft transportieren kann (und das meinen wir keineswegs abwertend!).

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    Aber damit nicht genug! Inzwischen hat Senad in Hamburg auch ein kleines Fahrrad Cafe’ (Eppendorfer Weg 57) eröffnet. Wenngleich hier Genuss und erstklassiger Kaffee (die zweite Leidenschaft der Jungs von Le Vélo) im Vordergrund stehen so dreht sich natürlich auch hier alles um die seltenen Vintage-Bikes.

    Le Vélo Bikes sind einzigartig – individuelle Unikate gefertigt mit originalem Werkzeug und teilweise originalen Maschinen aus den dreißiger Jahren. Vor allem aber sind sie das Ergebnis vieler Stunden Handarbeit gepaart mit viel Leidenschaft, Begeisterung und Enthusiasmus – und genau das macht sie so besonders. Nun wollen wir aber nicht weiter mit dem „das müsst ihr unbedingt haben Zaunpfahl“ wedeln, ich denke man merkt: Wir sind ein klein wenig begeistert!

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    Fotos: Dennis Löffka für Le Vélo

  • Möbel wie Tom Waits oder Clint Eastwood – Kesselholz Design

    Möbelstücke des 21. Jahrhunderts sind entweder weiß oder schwarz. Müssen mit Hilfe schlecht übersetzter Bedienungsanleitung, mitgeliefertem Mini-Imbusschlüssel und Gummihammer nervenaufreibend zusammengebaut werden. Sie haben eigenartige Namen, überleben meist genau einen Umzug und die Chance ist relativ groß, dass beim Nachbarn dasselbe Möbelstück sein Dasein fristet. Die Anschaffung wird zum Samstagsausflug für Pärchen und ist Albtraum jeden Mannes – bestünde da beim ein oder anderen Hersteller nicht wenigstens die Aussicht auf Hot Dog und kalte Cola.

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    Soll es etwas außergewöhnlicher sein, so wird gerne einfach künstliche Patina erzeugt, was heutzutage mit relativ einfachen Mitteln möglich ist – und man muss zugeben, oft sieht man auf den ersten Blick nicht mal einen großen Unterschied. Etwas Krakelierlack auftragen, ein wenig rumschleifen und schon ist es retro.

    Zugegeben, das Ganze ist etwas überspitzt dargestellt und auch bei uns steht das ein oder andere schwedische Möbelstück. Zumal die Schrankwand aus Eiche Massiv bei den Großeltern für etwas Abwechslung zwischen den Wohnzimmern sorgt. Und auch wenn es wirklich (und ganz ehrlich) halb so schlimm ist, dass viele Wohnungen wie aus dem gleichen Katalog aussehen und auf retro gestylte Möbel optisch teilweise wirklich etwas her machen – irgendwie fühlt es sich dann trotzdem nicht richtig an. Das Holz und somit auch das Möbelstück bleibt glatt, uninteressant und langweilig. Auch wenn es uns äußerlich vielleicht etwas anderes verkaufen möchte. Wie viele Vergleiche würden uns jetzt einfallen, aber das ersparen wir uns und überlassen das eurer Fantasie. Der ein oder andere entsprechende C-Promi fällt euch sicher auch ein!

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    Dabei brauchen wir vielmehr Möbelstücke à la Tom Waits oder Clint Eastwood. Egal ob Tisch, Stuhl oder Bett, wir brauchen Möbel mit Furchen, Kratzern, Patina, Ecken und Kanten. Und hier kommt Kesselholz Design ins Spiel! Zwei Jungs, denen bei unserem Gespräch eigentlich nur eins besonders am Herzen liegt – zu erwähnen, dass sie ausschließlich mit alten und seltenen Materialien arbeiten, nichts ist auf alt gemacht sondern alles original.

    Darum horten sie stapelweise wahre Schätze in einem kleinen Lager. Von alten Balken und Brettern bis hin zu Benzinkanistern, Seilen und sonstigem Kram von dem man zu Beginn nicht immer ganz genau weiß, was man damit später eigentlich anfangen soll. Alles was das „Upcycler-Herz“ begehrt ist fast im Überfluss vorhanden und wartet auf eine neue Bestimmung. Wobei, auch hier ist es Matthias und Alex gar nicht so wichtig das „Upcycling“ in den Vordergrund zu stellen. Den beiden geht es weniger darum „Gutmensch“ zu sein und Weggeworfenes wieder zu verwerten als dass sie einfach völlig begeistert von Patina und alten Materialien sind. Ihre kleine Sammlung ist über die Jahre entstanden. Sie haben mehr und mehr Kontakte geknüpft, Quellen entdeckt und werden inzwischen auch schon mal angerufen, wenn jemand alte Dinge loswerden will und keine Verwendung mehr dafür hat. Und so kann es auch schon mal vorkommen, dass man über Wochen fachmännisch einen alten Schuppen abreißen darf und dafür das Holz zum Verarbeiten bekommt.

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    Angefangen hat alles in der Studienzeit mit einem fehlenden Geburtstagsgeschenk. Aus Ermangelung eines anständigen Geschenks bauten Matthias und Alex, zwei alte Freunde schon aus Kindheitstagen, kurzerhand ein Whisky Regal. Da man zu dieser Zeit als Student sich vom letzten übrig gebliebenen Groschen eine kleine Whisky Sammlung zulegen musste sprach sich das natürlich schnell rum und im Nu hatten die beiden Studenten (Erneuerbare Energien und Maschinenbau) ihre ersten Aufträge. So begannen die beiden Autodidakten Möbel zu bauen.

    Danach wurde viel ausprobiert und es folgten Betten, Schränke, Regale und allerlei Möbel. Nicht alles gelang auch immer. Da aber jedes Möbelstück, gelungen oder nicht, zu einer steilen Lernkurve führte, setzte man mit kindlichem Forscherdrang à la Curiosity Show (die Kinder der 80er werden wissen was ich meine) nahezu jede Idee auch in die Tat um. Werkzeug besorgt und einfach gemacht! Denn schließlich muss man doch auch Holzmaschinen bedienen können, wenn man im Studium mit Metallmaschinen klarkommt.

    Dies hat die beiden dahin geführt, wo sie heute stehen. Seit den Anfängen in 2009 ist nun aus Spiel Ernst geworden und seit zwei Jahren baut man als „Kesselholz Design“ kreative Möbel aus allerlei Altem. Inzwischen ist man im Hobbyhimmel, einer Mietwerkstatt in Stuttgart Feuerbach zu Hause und unterstützt nebenbei auch dieses Projekt.

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    Am Rande sei bemerkt, dass auch dies ein wirklich tolles Konzept ist, das Vielen die Möglichkeit gibt ihr Hobby auszuüben, mit Leidenschaft Dinge herzustellen und vielleicht auch etwas dem Alltag zu entkommen um etwas mit seinen Händen zu erschaffen. Sei es um einen der vielen Kurse vom Schweißerkurs bis hin zum Upcycling-Kurs (übrigens durchgeführt von den Kesselholz Jungs) zu belegen oder dem Erstgeborenen genau die Kinderwiege zu bauen, die er wirklich verdient. (Hier könnt ihr euch die Angebote des Hobbyhimmels anschauen, die Mitgliedschaft gibt’s schon ab 20 € im Monat).

    Dort entstehen nun mit viel Leidenschaft und Liebe zum Detail hauptsächlich Auftragsarbeiten, aber auch Kleinserien, die inzwischen so schnell vergriffen sind, dass sie es kaum in das Lager schaffen. Von Tischen, Schränken oder Betten bis hin zum Messe- und Ladenbau oder Sonderanfertigungen, alles wird mit deutscher Ingenieurskunst genauestens geplant und wenn nötig, zuerst im CAD-Programm auf dem Laptop ausgetüftelt, bevor es in die Tat umgesetzt wird. Hier können die beiden den Ingenieur in sich herauslassen und das im Studium gelernte anwenden. Jeder Auftrag wird mit so viel Begeisterung und Einsatz umgesetzt, dass jede noch so unrealistische Deadline gehalten wird, auch wenn dafür mal eine etwas längere Schicht notwendig ist und vermutlich nicht mal der Auftraggeber selbst wirklich daran geglaubt hat.

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    Wir hoffen die Jungs drücken ihren einzigartigen Kreationen weiterhin ihren Stempel auf und inspirieren weiterhin Andere dazu, es ihnen gleichzutun. Wir hoffen auf weitere Gallische Dörfer gegen die Langweiler-Möbelindustrie. Der ideale Anfang wäre da zum Beispiel ein Kurs im Hobbyhimmel. Weitere Infos über Kesselholz Design erhaltet ihr hier.

    Photo Credits: Marc Schwarz