2018 ist noch fast jungfräulich und muss seine Geschichten erst noch schreiben, da halten wir schon eine tolle Lektüre in der Hand, die uns das restliche Jahr sicher häufiger begleiten und uns die Zeit mit interessanten Geschichten und grandiosen Bildern vertreiben wird – vor allem aber wird sie auf uns die erschreckende Wirkung haben, bestimmte Dinge auf einmal haben zu müssen, obwohl uns das einigen Sekunden zuvor noch nicht klar war.

Die Erinnerungen an mein letztes Angelerlebnis sind schon ziemlich verblasst und ich kann mich fast nur noch an die Hilflosigkeit erinnern, als ich wider Erwartens beim Angelausflug mit meinem Vater an einem verlassenen See in Mecklenburg-Vorpommern eines Sonntagmorgens doch tatsächlich ein großes zappelndes und glitschiges Etwas an der Angel hatte. Wirklich mehr Details gibt meine Erinnerung nicht mehr her und obwohl ich in den 20 Jahren seit diesem Erlebnis nie wieder wirklich den Wunsch verspürt hatte Angeln gehen zu müssen, habe ich jetzt das dringende Bedürfnis dazu und auf einmal das Gefühl mein halbes Leben etwas verpasst zu haben – Schuld daran die Angeln und Spulen von Rawson & Perin und vor allem, die erst im Dezember erschienene, zweite Ausgabe, der Makers Bible.

Wie auch schon zuvor ist sie auch dieses Mal zweifelsohne ein Manifest für Qualität, Leidenschaft und Handwerkskunst. In der neuen Ausgabe „BEETROOT AND STEEL“ dreht sich alles um Genuss, gutes Essen und die besonderen Momente, die man mit lieben Menschen beim gemeinsamen Essen oder am Lagerfeuer erlebt.

Wer die Makers Bible noch nicht kennt und sie zum ersten Mal in den Händen hält, dem fällt gleich der besonders hochwertige und liebevoll gestaltete Einband sowie die strahlend leuchtende Schrift auf. Allein wenn sie einfach nur still im Schrank steht, strahlt sie einen im Vorbeilaufen mit ihrer glänzend leuchtenden Schrift an und lädt ein, etwas in ihr zu schmökern, zu träumen oder einfach nur die tollen Bilder anzuschauen. Von den Bildern und der Art, wie sie aufgenommen und umgesetzt sind, sind wir wie schon von der ersten Ausgabe besonders begeistert – perfekt um an verregneten Sonntagen einfach nur von neuen Schätzen zu träumen und festzustellen, wie viel man davon plötzlich unbedingt braucht. Schön, dass dieses Mal noch mehr so wundervolle Fotostrecken wie die von Stefan Brauns kulinarischem Abenteuer nach Monopoli oder über die Mezcal Herstellung in Oaxaca enthalten sind.

Wir entdecken beim durchstöbern auch einige alte Bekannte, die wir bereits auf unserer Reise getroffen haben und über die wir zum Teil auch schon berichtet haben. Und so sind völlig zu Recht auch unsere Freunde von Heldbergs, die Jungs von Heiland Likör oder das Hopfengut No20 aus Tettnang in der Makers Bible vertreten.

Wir entdecken aber auch viele neue und uns bisher noch unbekannte Marken, deren Produkte schon beim erstmaligen durchblättern unglaublich spannend aussehen. Darunter die Geschichten der beiden Ambassadors, die sich mit ihren Projekten vollauf den Bienen verschrieben haben – Viktoria mit ihrem wirklich unterstützenswerten Projekt „Nearbees“ und Ruben mit seinem Projekt „Transmonte“.

Aber auch Ramon Grendene der auf seiner alten renovierten Farm sein Gemüse rein nach dem alten Prinzip der Permakultur anbaut und diese wiederaufleben lässt. Beide sind ausführlich zusammen mit fünf weiteren Ambassadors im wirklich tollen ersten Kapital beschrieben.

Schön zu sehen, dass es auch Unternehmen wie Dualit, Berkel, Stanley, Balistol oder Friedr. Dick, die übrigens nur einen Katzensprung von uns angesiedelt sind, in die Makers Bible geschafft haben und dort vertreten sind. Unternehmen, die zwar seit Jahrzehnten und teilweise seit mehr als 200 Jahren tolle Produkte in außergewöhnlicher Qualität herstellen aber leider nicht ganz so „hipp“ sind wie andere und daher, genau wie viele weitere traditionelle kleine Unternehmen, meistens etwas untergehen. Im Grunde geht es ihnen genau wie zig kleinen Brauereien, die eigentlich schon „immer“ Craft Bier herstellen – schon lange bevor der Begriff erfunden und bekannt wurde und dennoch geht der Hype völlig an ihnen vorbei, was unheimlich schade ist.

Wärmstens ans Herz legen können wir euch übrigens auch die Storefinder App, die ihr einfach über die Webseite www.makersbible.com aufrufen könnt und dann entweder nach Brand, Stadt oder nach eurem aktuellen Standort suchen könnt. Die App ist webbasiert, was bedeutet, dass ihr nichts herunterladen müsst sondern euch gleich auf die Suche machen könnt. Wir wussten überhaupt nicht wie viele coole Marken tatsächlich bei uns in der Nähe zu finden sind, macht euch auf die Suche – ihr werdet überrascht sein.

Die Makers Bible ist also weit mehr als einfach nur ein Branchenverzeichnis für die Craft-, Heritage und Makers Szene. Die Jungs und Mädels von Melville Brand Design haben wieder einen verdammt guten Job gemacht und wer sich Gedanken über eine neue Anschaffung macht und nicht irgendein charakterloses Produkt kaufen möchte – sondern Wert auf Qualität, Handwerkskunst und große Geschichten legt – wird hier definitiv fündig. Egal ob es „nur“ neue Messer, Schneidebretter, Grills in allen Variationen, Töpfe, Gewürze, Öle, verschiedenste Biere oder Spirituosen sein sollen oder doch eine etwas größere Anschaffung wie eine Kaffeemaschine oder gar ein neuer Foodtruck – ihr werdet sicher in der Makers Bible ein grandioses Exemplar finden.

Photocredits by: Craftwort