Kategorie: Beverages

  • Albmesser – Part 2!

    [vc_row][vc_column width=“1/3″][vc_column_text]Spätestens seit der Matrix Trilogie wissen wir, dass es häufig besser gewesen wäre nach dem ersten Teil aufzuhören geschweige denn noch einen dritten Teil dranzuhängen! Doch wir haben nicht vor euch zu langweilen und glücklicherweise gibt es auch genügend Gegenbeispiele, sodass wir euch beruhigt Janosch’s spannende Geschichte zu Ende erzählen können. Ich hoffe ihr habt den ersten Teil gelesen und habt die Story noch im Kopf (wenn nicht, hier ist der LINK zu Teil 1).

    Jedenfalls hat es Janosch nach einer ganzen Weile und sehr viel Durchhaltevermögen doch noch geschafft vom Meister in Ungarn in die große Kunst der Messerherstellung eingeweiht zu werden, sodass es für Vater und Sohn fortan in den Ferien nicht an den Strand sondern zur Schmiede nach Ungarn ging um die Kunst der Messerfertigung zu erlernen.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“2/3″][vc_single_image image=“2125″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“2/3″][vc_single_image image=“2126″ img_size=“full“][/vc_column][vc_column width=“1/3″][vc_column_text]Nach einiger Zeit haben die beiden in der Heimat ein ehemaliges Weizenlager gekauft und dort eine kleine Messerwerkstatt eingerichtet. Und so konnten dann in Ungarn die Rohlinge vorbereitet werden, um sie Zuhause auf der Alb weiter zu verarbeiten. Die beiden haben über die Jahre mehr und mehr dazugelernt und ihre Arbeit zunehmends perfektioniert.

    Doch obwohl bereits lange Jahre an Geduld, Ausdauer und harter Arbeit investiert wurden war Janosch’s Weg noch nicht klar, auch wenn man jetzt vielleicht als Leser fast vom Stuhl fällt und in einem viel zu hohen und unnatürlichen Ton „whaaaaat“ schreit. Janosch ging zu dieser Zeit auf das Wirtschaftsgymnasium wo bei ihm auch das Interesse für die Börse und Kapitalmärkte geweckt wurde. Gemeinsam mit einem alten Freund hat er dort nicht nur an der Börsengruppe teilgenommen, sondern auch an gemeinsamen Ideen gesponnen was man gemeinsam starten und aufbauen könnten.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]Nachdem er ziemlich erfolgreich in Aktien investiert und die Ausbildung zum Außenhandelskaufmann abgeschlossen hatte, war der Reiz des Geldes und der Karriere dann doch erst einmal stärker als der, der heißen und staubigen Schmiede – wer kann es ihm eigentlich verdenken? Und so hat Janosch zunächst noch einige Zeit für ein Finanzunternehmen gearbeitet und maßgeschneiderte Anzüge und Schuhe getragen anstatt sich Hammer und Ambos zu widmen. Doch das war (Gott sei Dank!) nicht seine Welt und er wollte nicht auf Dauer Robocop’s kleiner Bruder sein und lemmingartig dem Geld hinterherrennen wie all die anderen. Aber diese Entscheidung war schwer und aus der Finanzbranche ausgestiegen, musste natürlich erst einmal auf viel verzichtet werden. Doch er hatte schon damals eine wirklich beeindruckende Sicherheit und nie wirkliche Zweifel ob das mit seinen Messern klappt. Im Nachhinein betrachtet war das die beste Entscheidung seines Lebens und so sitzt uns heute einer der entspanntesten Menschen der Welt gegenüber.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“2127″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Doch Janosch war noch nicht ganz an seinem Ziel angekommen. Er wollte nicht nur mit „einfachem“ Monostahl arbeiten sondern auch Klingen aus vielen Lagen Stahl, so genanntem Damaszener Stahl fertigen und auch diese Kunst erlenen. Als Janosch bereits Mitte 20 war, fuhr er schließlich eines Tages mit seinem Meister etliche Stunden noch tiefer in die Pampa Ungarns. Dort, wo eigentlich außer freilaufenden Wölfen nichts Besonderes sein konnte, wurde er einem weiteren Meister vorgestellt. Einem echten Schwertmeister! In Japan werden diese Meister wie Halbgötter verehrt, in der Regel außerhalb Japans aber nicht anerkannt -„Kill Bill“ lässt grüßen. So aber nicht bei ihm, denn Janosch ist an einen der ganz wenigen Meister geraten, die außerhalb Japans wirklich akzeptiert werden. Der Meister konnte überraschender Weise sogar etwas Deutsch und hatte ein paar Arbeiten von Janosch gesehen, die ihm schon ganz gut gefielen. Und so haben sich die beiden über die Zeit angefreundet und schließlich schlug auch hier noch einmal das Glück des Tüchtigen zu. Denn nach einer Weile war auch dieser Meister tatsächlich bereit das rare Wissen an Janosch weiter zu geben.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“2128″ img_size=“full“][/vc_column][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Mittlerweile hat Janosch ein Kochmesser ganz nach seinen Vorstellungen entwickelt und über die Jahre immer weiter perfektioniert – und der Erfolg gibt ihm Recht. Ein Gebrauchsmesser, mit dem man alles machen kann. Mit seinem Albmesser Spezial wurde er so erfolgreich, dass eine kleine Schmiede auf der Schwäbischen Alb sogar Ziel von Hackerangriffen und Industriespionage wurde. Das liegt nicht nur an seiner Schmiedekunst selbst, sondern auch an seiner Herangehensweise. Denn selbst wenn andere Schmieden noch die Fähigkeiten besitzen solche Messer herzustellen, stellen sie häufig nur noch Show- und Vitrinenmesser her und keine richtig guten Gebrauchsmesser.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Und bei Albmesser geht es um die Funktion und den tagtäglichen Gebrauch. Das Messer muss in den verschiedensten Situationen seine Qualität beweisen und nicht nur in der Vitrine gut aussehen und zum Designaward taugen. Die Messer müssen leicht zu Schärfen und gut zum Schneiden sein. Egal ob damit weiches Gemüse geschnitten, Fleisch vom Knochen abgelöst oder es zu filetieren verwendet wird. Die Klingen müssen eine perfekte Kombination zwischen Schärfe, Schnitthaltigkeit und Flexibilität aufweisen – das Magische Dreieck wie wir gelernt haben. Werden in der heutigen Industrie unter riesigen Dampfhämmern teilweise 2000 Klingen gleichzeitig bearbeitet und Messer annähernd vollautomatisiert in rund 20 Arbeitsschritten gefertigt, wird bei Albmesser ein Kochmesser in rund 60 manuellen Arbeitsschritten angefertigt. Für ein Damaszener Messer werden sogar mehr als 200 Arbeitsschritte benötigt und die Klinge besteht aus ganzen 168 Lagen Stahl. Bei der Herstellung gibt es tausende Dinge zu beachten und unendlich viele Stellschrauben.

    Überhaupt stellt man sich als Laie den Herstellungsprozess viel zu einfach vor. Dieser zieht sich schon bei „Standard“ Messern über einige Tage.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]In den ersten drei Tagen finden die gröberen Arbeiten statt. Zunächst werden die Schmiedepakete hergestellt und zusammengeschweißt. Der dazu verwendete Stahl ist meist sehr alt und vor allem sehr rar. Er wird aus aller Welt beschafft und kommt beispielsweise aus Japan, Finnland, Schweden oder Wien und stammt nicht selten aus Restbeständen alter Meister oder gar deren Väter. Für das ein oder andere Messer wird sogar schon mal ein alter Panzerstahl aus dem Jahre 1920 verarbeitet.Denn mit altem Stahl ist es in etwa wie mit gutem Wein, er wird über die Jahre besser. Dabei ist es für die Qualität enorm wichtig homogenen, unbehandelten Stahl zu verwenden, der nicht schon mal z.B. als Panzerrohr verarbeitet wurde, was wiederum die Beschaffung zu einer schwierigen Aufgabe und zu einer ständigen Gradwanderung macht. Daher ist es ganz und gar nicht gesichert, dass manche Messer in einiger Zeit noch so hergestellt werden können. Die aufgrund der Nachfrage ohnehin schon relativ langen Wartezeiten auf ein Messer von rund einem Jahr verlängern sich daher manchmal noch zusätzlich, da der benötigte, sehr rare Stahl gerade einfach nicht aufzutreiben ist.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“2124″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Am zweiten und dritten Tag wird der Stahl schließlich ausgeschmiedet und daraus grobe Klingen geschmiedet. An dieser Stelle sind die Klingen aber noch nicht komplett hart. Daher werden Klingen nochmal kaltgeschmiedet und später in einem über 60 Jahre alten, speziellen Härteofen gehärtet. Damit die Farbtemperatur der Klingen besser zu erkennen ist darf kein Licht hereinscheinen, sodass der ganze Prozess nachts durchgeführt wird. Anschließend werden die Klingen in wiederrum speziellen, teilweise über 100 Jahre alten Ölen abgeschreckt. Im Anschluss werden die Klingen in speziellen Begradigungsvorrichtungen eingespannt und kühlen so lange langsam aus, bis sie sich nicht mehr verziehen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“2/3″][vc_single_image image=“2130″ img_size=“full“][/vc_column][vc_column width=“1/3″][vc_column_text]Am nächsten Tag kommen die Klingen dann für einige Zeit in den Wärme-/Anlassofen und müssen im Anschluss nochmal ruhen bis sie sich wirklich ihre Form behalten. Erst jetzt nach vier bis 5 Tagen Arbeit geht es an das Schleifen und Polieren. Die Klingen werden dabei auf über 80 Jahre alten Wasserschleifsteinen geschliffen. Doch auch dann sind die Klingen noch nicht fertig und müssen nach dem groben Schliff erst noch auf einer ebenfalls sehr alten Solinger Poliermaschine aufwendig und mehrmals nach einem alten Verfahren poliert werden. Erst jetzt sind die feinen Klingen fertig und es können die Backen verklebt und vernietet werden um im Anschluss den Griff anzubringen. Für die Griffe werden die verschiedensten Hölzer verwendet. Je nach Kundenwunsch kommen hier „einfachere“, alte Albhölzer wie Zwetschge oder Birne aber auch Ahorn- oder Buchenhölzer zum Einsatz.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Janosch ist zwar Purist und mag es sehr gerne einfach und hat hauptsächlich den Gebrauch und die Funktionalität im Hinterkopf, doch sollte der Kunde das wünschen, dann werden auch schon mal 1000 Jahre alte Mooreiche, 20.000 Jahre alte Mammutknochen oder spezielle Tannenzapfen zum Messergriff gemacht. Sowohl die Griffe als auch die Ledertaschen, in denen später die Messer aufbewahrt werden, werden ebenfalls komplett in Eigenregie von Hand hergestellt.

    Was sollen wir noch schreiben, ich glaube ihr erkennt inzwischen selbst, dass Janosch das Messerhandwerk in die Wiege gelegt wurde und er es einfach im Blut hat.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“2129″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Allein schon die Tatsache, dass Janoschs Großvater mütterlicherseits vermutlich nur deswegen aus dem Krieg zurückgekommen ist, weil er an den Messern der Kameraden kleinere Reparaturen durchführen konnte und später das geschnitzte Holz-Messerchen des kleinen Janosch Jahrzehnte lang über Opas Bett hing wäre wohl schon genug Geschichte für die meisten anderen Stories gewesen – aber bei Janosch war es nur ein Puzzleteilchen seiner Geschichte. Ihr merkt schon, mit jedem Treffen, jedem geschossenen Bild und jedem Wort das wir geschrieben haben waren wir ein Stückchen mehr begeistert von Janosch und seinem Handwerk.

    Ok zugegeben, ihn in die Hall of Fame der Superhelden aufzunehmen wäre dann doch eine kleine Überreaktion. Ihn aber zukünftig im selben Atemzug mit Luke, Neo und Daniel San zu nennen dürfte sicher keinen stören – wir freuen uns auf die Verfilmung!!![/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_single_image image=“2121″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]

  • Albmesser – entweder du steckst da voll drin, oder du machst halt Löffel!

    [vc_row][vc_column width=“1/3″][vc_column_text]Wenn wir uns eine Geschichte stricken dürften, sozusagen DIE perfekte Craftwort-Story. Am besten gleich mit dem Potential das Ganze im Anschluss mit Ryan Gosling in der Hauptrolle verfilmen zu lassen, dann sähe sie ungefähr so aus…

     

    Wir würden einen kleinen Jungen mit einem großen Traum nehmen, der natürlich erst einmal nicht in Erfüllung geht. Der Junge müsste lange Jahre hart dafür kämpfen und so manchen Irrweg gehen und erst so manche harte Erfahrung machen bis er am Ziel ankommt.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“2/3″][vc_single_image image=“2107″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“2105″ img_size=“full“][/vc_column][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Einmal am Ziel hätte er dann letztlich unheimliches, aber wohl verdientes Glück. Er schafft es Meister seines Fachs zu werden und er wäre natürlich trotzdem noch einer der entspanntesten Typen überhaupt. Ein Typ, der weiß worauf es im Leben ankommt und den keiner mehr von seinem Weg abbringt. Für noch etwas mehr Theatralik würden wir das ganze Schauspiel natürlich irgendwo an einem kleinen Ort in der Wallachei stattfinden lassen und nicht irgendwo in einer Großstadt oder gar einer Metropole wo man so etwas vielleicht noch erwarten würde. Haben wir noch was vergessen? Ach ja, seine Kunst und Fähigkeiten dürften natürlich nichts Uncooles oder Unmännliches wie Origami-Vögel falten oder Triangel spielen sein.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]Ich hoffe, ihr nehmt uns was jetzt kommt noch ab. Denn im Film würde jetzt die Einblendung kommen: „Das alles hat sich tatsächlich so ereignet – der Film beruht auf wahren Begebenheiten“. Nicht, dass wir auf unserem bisherigen Weg auch nur einem einzigen langweiligen Menschen begegnet wären, ganz im Gegenteil! Aber nun sitzen wir vor einem super entspannten Typen auf einem Sofa im Keller, quatschen über seine Leidenschaft und das Leben und realisieren so langsam, dass wir besser ein Buch über die Geschichte als einen kurzen Artikel schreiben sollten. Seine Geschichte haben wir bereits in der episch langen Einleitung zusammengefasst. Sorry dafür, aber mit solchen Geschichten kann man nicht einfach in die Tür fallen. Und wenn wir das hier nicht ausbreiten würden, dann hätte man bei Star Wars auch die Lauftexte weglassen können und die Herr der Ringe Filme in Tatortmanier in nur 90min erzählen können. Daher wird das auch unser erster Artikel, der in zwei Teilen erscheinen wird. Doch genug der ausschweifenden Einleitung…[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“2108″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Der kleine Junge mit dem einstigen Traum heißt Janosch Vecernjes und ist inzwischen 35 Jahre alt. Er wohnt auf der beschaulichen Schwäbischen Alb abseits jeglichen Trubels und hat es als Messerschmied mit seinen Albmessern sehr weit gebracht. Es gibt inzwischen nur noch sehr wenige, die die hohe Kunst der Messerherstellung so perfekt beherrschen und zudem noch Messer für den Gebrauch und nicht nur für die Vitrine herstellen (können).[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“2121″ img_size=“full“][/vc_column][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Die Filmreife Geschichte beginnt damit, dass bereits sein Vater Karl im Kindesalter versucht hat aus Nägeln, die er in einen Ofen geworfen hat, Klingen zu schmieden. Nachdem die Familie später von Ungarn in die Nähe von Mössingen gezogen ist und er auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle war, musste Janoschs’ Vater jedoch schnell feststellen, dass schon damals die traditionelle Schmiedekunst in der Gegend nahezu ausgestorben war. So begann er später eine Ausbildung als Maler und Lackierer und arbeitete als Restaurator anstatt wie erträumt Schmied zu werden. Dieser Traum blieb zwar noch unerfüllt aber bereitete Janosch bereits den Weg und hat ihm das Ganze Wohl in die Wiege gelegt.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Obwohl sein Vater über die Jahre weiter mit dem hiesigen Stahl experimentierte, haben die Messer zunächst nie die Qualität erreicht, die er aus seiner Heimat Ungarn kannte.

    Viele Jahre später, als Janosch bereits 10 Jahre alt war, ist die Familie schließlich in ein ehemaliges Ferienhaus eines alten, traditionsreichen Schuhherstellers gezogen. Zum Haus gehörte ein kleines Gartenhäuschen, welches glücklicherweise noch eine kleine Schuhmacherwerkstatt mit Polier- und Schleifmaschinen hatte.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Dort haben Vater und Sohn erst damit begonnen Klingen zu polieren und dann 3-4 Jahre später im Baukastenprinzip Taschenmesser zu bauen. Aber das Problem blieb das gleiche, auch hier war es unmöglich die angestrebte Qualität zu erreichen, die sie aus Ungarn kannten und so hätten die beiden fast schon aufgegeben. Als jedoch kurz darauf die Oma ein Ferienhaus in Ungarn gekauft hatte, brachte sie den beiden Gemüsemesser mit. Optisch zwar mit mehr als fragwürdigem Design ausgestattet, wiesen die Messer jedoch eine tadellose Qualität auf. Dem wollten die beiden natürlich auf den Grund gehen und so sind sie direkt aufgebrochen und die exakt 1000km mit dem VW Bus nach Ungarn gefahren.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“2114″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Doch das hatten sich die beiden zu einfach vorgestellt und der Enthusiasmus musste erst einmal der Ernüchterung weichen. Denn der „Schmied“, den sie in der einfachen Werkstatt antrafen, war nicht irgendwer. Er ist ein Meister mit Wissen, dass über Generationen weitergegeben wurde und einer der ganz wenigen, die überhaupt noch in der Lage sind Messer in solcher Perfektion zu fertigen. Schon sein Vater hatte bei Solinger Meistern gelernt und wer kann es ihm da verdenken, dass die streng gehüteten Geheimnisse der Messerherstellung nur von Generation zu Generation an den Auserwählten der Familie weitergegeben und nicht jedem offenbart werden nur, weil er mal eben 12h mit dem Auto angereist ist. Die beiden waren also nicht ganz so erfolgreich wie vielleicht erhofft, aber immerhin einen ersten kleinen Erfolg konnten sie verzeichnen. Sie konnten ihm ein paar einfache Klingen abringen, die sie später Zuhause mit Griffen versehen und weiter veredelt haben.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“2109″ img_size=“full“][/vc_column][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Die wenigen Messer, die sie aus den ergatterten Klingen hergestellt haben wurden an begeisterte Gastronomen in der Region weitergegeben und weil das so gut ankam, mussten die beiden gleich 3-mal im selben Jahr zum Meister nach Ungarn pilgern. Irgendwann kam ihm das aber natürlich auch komisch vor und er wollte wissen, was die beiden denn in Deutschland mit den ganzen Klingen treiben. Nachdem sich der erste Schock über das, aus seiner Sicht, stümperhafte handwerkliche Treiben der beiden gelegt hatte, hatte er aber ein Einsehen. Und so war der Meister bereit den beiden wenigstens beizubringen, wie sie aus seinen Klingen gute Messer herstellen können und wie man sie fachmännisch nachpoliert und nachschärft.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Doch der wissbegierige Junge aus Deutschland wurde zunächst nicht so 100%ig ernst genommen und mangels Sprachkenntnissen entwickelte er sich eher zum Profi Karpfen-Angler und Fischsuppen Weltmeister als zum Messerschmied. Doch auch hier hat sich nach und nach seine Beharrlichkeit ausgezahlt und der Meister erkannte den Willen und wirklichen Wunsch des Jungen, die große Kunst der Messerherstellung zu erlernen. Und auch wenn es hier, wie so häufig im Leben, noch der ein oder anderen glücklichen Fügung bedurfte – irgendwann wurde Janosch zum Auserwählten und als würdiger Nachfolger anerkannt. Und so ging es für Vater und Sohn in den Schulferien nach Ungarn um das Messermachen zu erlernen, während andere nach Holland oder an den Gardasee gefahren sind um sich auf die faule Haut zu legen.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“2111″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Weil Janosch’s Weg hier aber noch lange nicht zu Ende ist, wird das wie oben schon angedeutet, unser erster zweiteiliger Artikel. Wie die Reise weiterging erfahrt ihr nächste Woche im zweiten Teil…[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_single_image image=“2104″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]

  • Hopfengut No.20 – Wen der Hopfen mal gekratzt hat, den lässt er nicht mehr los!

    [vc_row][vc_column width=“1/3″][vc_column_text]Es ist ein sonniger und angenehm warmer Sommertag als wir Charlotte und Lukas auf dem Hopfengut No.20 im beschaulichen Tettnang besuchen. Wir werden sehr nett empfangen und sind erstmal ziemlich erstaunt, was es hier alles zu sehen und erleben gibt. Denn das Hopfengut vereint Brauerei, Museum, Ladenbetrieb, Gaststätte und vor allem Hopfenanbaubetrieb in einem. Auch wenn dem ein oder anderen eher das wohlschmeckende und toll designte Craftbier bekannt sein dürfte, in erster Linie ist das Hopfengut No.20 ein Hopfenanbaubetrieb. Auf insgesamt 44 Hektar wird hier bereits in der 4. Generation Hopfen angebaut und in den weltweiten Markt verkauft. Vor bereits über 20 Jahren haben Charlotte’s und Lukas’ Eltern ein Museum in den modernen Hopfenanbau integriert und damit begonnen alles erlebbar zu machen und den Weg ihrer Sprösslinge vorzuzeichen.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“2/3″][vc_single_image image=“2079″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“2084″ img_size=“full“][/vc_column][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Vor 4 Jahren haben dann schließlich die Beiden den Betrieb übernommen und das Konzept konsequent weitergedacht. Allem wurde eine optische Verjüngungskur verpasst und ein Ladengeschäft sowie eine Gaststätte eröffnet. Was aber schnell daher gesagt ist und danach klingt, ein paar Logos und Briefköpfe auszutauschen ist eine echte Herkulesaufgabe, die viel Geduld und Ausdauer erfordert. Bis alles stimmig zueinander passt und jedes Bild, jeder Flyer und jedes Hinweisschild in der Region auf „neu“ getrimmt ist vergeht einiges an Zeit. Doch der Aufwand hat sich mehr als gelohnt! Nicht nur, dass alle Räumlichkeiten und Produkte grandios aussehen und super aufeinander abgestimmt sind. Der Aufwand wurde auch in Form des 2016 gewonnenen German Design Awards entsprechend gewürdigt.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]Vor rund 3 Jahren wurde passend zum Ladengeschäft und der Gaststätte auch eine kleine Brauerei integriert. Meister der Kessel ist hier der gelernte Brauer Fritz Tauscher, der ebenfalls Braumeister der bekannten Kronenbrauerei in Tettnang ist. Somit schließt sich der Kreis vom Hopfenanbau bis zum fertigen Produkt und ihrem großen Ziel, den Leuten zu erklären was der Hopfen eigentlich im Bier macht, sind Charlotte und Lukas damit schon ziemlich nahegekommen. Warum das ihre selbstauferlegte Mission ist? Hopfen wird außerhalb der Craftbier Szene weiterhin häufig unterschätzt obwohl er im Vergleich zum Wein und der Weintraube eigentlich locker mithalten kann. Bier ist unglaublich komplex und muss sich hinter Wein keineswegs verstecken. Zwar erzählen auch Brauereien genau wie Winzer ihre Geschichten und Hintergründe – da Winzer aber im Gegensatz zu den Brauereien meist ihre eigenen Trauben veredeln geht der Hopfen dabei häufig unter und wird vergessen. Und die Geschichten, die man erzählt, fangen eben schon beim Design und einer ansprechenden Aufmachung an.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“2080″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Und so gehört für die Beiden auch dazu, dass nicht nur Weinbauern ihr Produkt in einem schicken Kleid präsentieren, sondern auch ein gutes, besonderes Bier wie das ihre, einen entsprechenden Auftritt verdient hat. Und wie es diesen Auftritt verdient hat! Wenn nicht die Biere vom Hopfengut No.20, dann darf Beyonce´ auch nur noch im Blaumann gekleidet in Vorstadt-Sporthallen auftreten.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“2085″ img_size=“full“][/vc_column][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Denn obwohl die Brauerei eigentlich nicht zum Haupterwerb gedacht ist und die Hauptkunden, ähnlich wie bei vielen Weingütern, hauptsächlich die Besucher des Hopfenguts sind, haben die Beiden zusammen mit ihrem Brauer einige wirkliche tolle Biere kreiert, die sogar je nach Jahrgang etwas unterschiedlich schmecken können. Im Jahr werden „nur“ rund 25.000 Liter des edlen Gerstensaftes produziert und direkt im Haus gebraut. Darunter auch echte Besonderheiten wie die Grünhopfenbiere, bei denen nicht wie üblich getrockneter, sondern erntefrischer Hopfen verarbeitet wird. Eine echte Spezialität, die nur sehr schwer umzusetzen ist und die sehr viele Brauer gerne herstellen würden, dazu aber nicht die Möglichkeiten haben.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Das Sortiment ist über die letzten drei Jahre ordentlich angewachsen und so sind inzwischen neun verschiedene Kreationen erhältlich, die alle nach deutschem Reinheitsgebot gebraut werden. Die drei wohlschmeckenden Klassiker „Sud Eins“, „Black Ale“ und „Lager“ sind ganzjährig verfügbar. Andere Biere, wie die oben erwähnte „Heiße Ernte“, zum Beispiel nur von September bis November und der „Brausteinlegersud“ gar nur im Januar und Dezember. Will man also etwas Besonderes ergattern lohnt es sich vorher auf der Website vorbeizuschauen.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“2081″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Im Nachhinein betrachtet hatten die beiden nie eine wirkliche Chance dem Hopfen zu entkommen. Bei jedem Mittagessen drehten sich die Gespräche mit den Eltern darum und nicht umsonst heißt es in einem alten Sprichwort: „Wen der Hopfen mal gekratzt hat, den lässt er nicht mehr los“. Und schließlich bietet so ein Hopfengut einem die wundervolle Möglichkeit nicht nur draußen in der Natur zu arbeiten, sondern gleichzeitig auch Unternehmer zu sein und verschiedene Ideen umzusetzen. Kein Wunder also, dass Lukas und Charlotte die Chance gerne ergriffen haben. Beide sind inzwischen Biersommeliers und ergänzen sich mit ihren Aufgaben und Interessen perfekt. Lukas ist mehr für die Finanzen und strategische Themen zuständig und kümmert sich um das „Argrarische“, also den klassischen Hopfenanbaubetrieb. Charlotte hingegen konzentriert sich hauptsächlich auf die Gastronomie und kümmert sich darüber hinaus um die nicht wenigen Gruppen und Führungen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“2086″ img_size=“full“][/vc_column][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Und das Interesse an den Führungen ist groß und die Nachfrage danach riesig. Ob Kleintierzüchter oder Vorstand, ob junge Familien mit ihren Kindern oder Firmen mit ihren Mitarbeitern und Kunden – die Besucher der Führungen sind so vielfältig wie die Aromen des Hopfens. So sind an einem Samstag auch schon mal sieben Busse abzufertigen – aber alle sind sie anschließend mit dem Hopfenfieber angesteckt und Charlotte und Lukas ihrem Ziel wieder ein ganzes Stückchen näher. Seit 4. September ist übrigens Hopfenernte und die spannendste Zeit für Besucher. Vier Wochen lange sind alle Türen geöffnet und der Geruch des frischen Hopfens schwebt in allen Räumen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Ach ja, und wer sich jetzt noch fragt woher der Name Hopfengut No.20 stammt – ganz einfach. Bei eurem anstehenden Besuch, den wir euch nur wärmstens empfehlen können, müsst ihr Hopfengut 20 in 88098 Tettnang in euer Navi eingeben![/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_single_image image=“2082″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]

  • HEILAND Doppelbockliqueur – eine echte Offenbarung

    [vc_row][vc_column width=“1/3″][vc_column_text]Er ist dunkel, tiefgründig und angenehm weich. Er schmeckt malzig-schokoladig und ist weder anstrengend scharf wie so mancher Schnaps, noch ist er wie vielleicht erwartet, süß und aufdringlich oder gar angepasst geschmacksneutral. Er schmeckt kein Bisschen wie ein typischer Likör, sondern entpuppt sich vielmehr als erfreuliche Geschmacksexplosion wie ein guter Sherry oder Portwein, bei dem man sich mit jedem Schluck auf einen anderen Geschmack konzentrieren und freuen kann![/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“2/3″][vc_single_image image=“2042″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Der HEILAND ist Oberbayer und kommt ursprünglich aus Nandlstadt, einem kleinen Ort im Landkreis Freising, der als ältester Hopfenanbauort der Welt gilt und damit schon mal ganz guten historischen Nährboden für das Projekt bietet. Zwar begann mit Josef „Sepp“ Weiß sogar ein Europapokalsieger (1975 mit dem FC Bayern München) seine fußballerische Karriere in Nandlstadt – der echte Star der Marktgemeinde mit etwas mehr als 5000 Einwohner ist inzwischen aber sicher die Marke HEILAND. Zu verdanken haben wir das drei Heilsbringern, den Zwillingen Max und Stefan sowie ihrem Kumpel Kay.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“2/3″][vc_single_image image=“2048″ img_size=“full“][/vc_column][vc_column width=“1/3″][vc_column_text]Vor ein paar Jahren haben sie in der Cocktailbar, in der Stefan damals als Barkeeper gearbeitet hat, eine Bieressenz probiert. Eigentlich war diese nur dazu gedacht in kleinen Dosen Cocktails beigemischt zu werden um ihnen einen besonderen Geschmack zu verleihen. Doch die drei haben sich direkt eine Frage gestellt: Warum gibt es eigentlich in keiner Bar eine Spirituose, die intensiv nach Malz schmeckt? Die Idee war geboren und die Jungs so angefixt, dass sie schließlich damit begonnen haben in ihrer WG-Küche das Rezept für ihren Liqueur auf Bierbasis zu entwickeln. Anderen Orts finden hier höchstens unkontrollierte Experimente an verderbenden Lebensmittel statt – doch die Jungs waren nicht mehr zu bremsen und von da an quasi als Blues Brothers 3.0 in göttlicher Mission unterwegs![/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Sieben lange Monate haben sie an ihrem eigenen Rezept gefeilt und ausgetüftelt welche Spirituose, welche Gewürze und welches Bier mit welcher Einkochzeit am besten miteinander harmonieren. Nicht wenig musste anschließend wieder entsorgt werden und die Jungs mussten sich behutsam in kleinen Schritten herantasten. Wahnsinn wie viele Möglichkeiten und Stellschrauben sich hier bieten und wie viele Sackgassen hier freudig-fies grinsend auf einen warten. Erst recht, wenn man dann noch auf die Idee kommt Gewürze wie Curry auszuprobieren – aber gut, hätte ja auch klappen können.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Die Küche sah jedenfalls aus wie ein Schlachtfeld und glich eher dem Morgen nach einer epischen WG-Party zu Ehren der letzten Klausuren im Semester. Aber, sie haben sich trotz vieler Rückschläge ihren Spaß nicht nehmen lassen, akribisch an ihrem Rezept gefeilt und allein ganze zwei Monate nur am Abgang gebastelt. Das kann man heute deutlich schmecken und am Ende hatten die Jungs nicht nur über 100 Rezepte erarbeitet, sondern auch ihren Königsweg gefunden! Zur Herstellung des Liqueurs wird Doppelbockbier und feinster, fassgelagerter Rum verwendet. Der Rum wird im Kessel leicht erhitzt sodass er das Aroma der Gewürze besser aufnehmen kann. Hier kommt nur das Beste in den Kessel und so werden unter Anderem ganze Vanilleschoten mitgekocht, die von einem regionalen Händler mit familieneigenen Plantagen stammen und in keinster Weise dem Zeug gleichen, dass wir aus dem Supermarkt kennen. Das Bier wird parallel zu einer Art Sirup eingekocht und nachdem die Gewürze aus dem Rum herausgefiltert wurden wird das Ganze vermischt und darf dann für ca. 6 Wochen ruhen und reifen.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“2045″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Auch wenn ein großartiges Rezept gefunden war – bis dahin war das alles noch ein eher ambitioniertes Hobby in das man extrem viel Zeit investiert hatte. Es gab also nur eine logische Konsequenz – im Juli 2014 wurde ein Unternehmen gegründet, ein größer dimensionierter Gaskocher und ein Edelstahltopf angeschafft. Da dies die WG-Küche aber definitiv nicht überlebt hätte musste eine Alternative her. Glücklicherweise hatte eine gute Bekannte in der Nähe eine Industrieküche in der man sich zu den jeweiligen Kochvorgängen einnisten konnte. Eigentlich ein Wunder, dass die Jungs noch nicht eingebuchtet wurden – wenn 3 Jungs mit großem Edelstahltopf, Gaskocher und Kanistern auf einem Anhänger nicht wie ein fahrendes Crystal Meth Labor aussehen weiß ich auch nicht![/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“2047″ img_size=“full“][/vc_column][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]An Welcher Stelle der Name entstanden ist wissen wir gar nicht genau. Doch die Inspiration dazu lieferten jedenfalls Mönche, die das Bierbrauen einst perfektionierten und zur Kunst machten – der Heiland hat zweifelsohne Glück gebracht, wenngleich die Stolpersteine natürlich so schnell nicht ausgingen. Wie erklärt man zum Beispiel dem Zoll, dass man Bier einkocht und daher die eingekaufte Menge an Alkohol überhaupt nicht zur weiterverkauften Menge passt? Aber in Zusammenarbeit mit den Zollbeamten konnte auch dieses Problem gelöst werden und obwohl alle nebenher noch studiert oder gearbeitet haben kam der HEILAND gut an und die Mission nahm weiter an Fahrt auf, sodass weiter expandiert werden musste oder besser gesagt konnte – was aber meistens auch nicht ganz reibungslos abläuft. Nicht nur, dass das bisherige Equipment nicht mehr ausreichte und in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule für Brauereiwesen in Weihenstephan erst eine neue spezielle Anlage entwickelt und zusammengestellt werden musste. Die Jungs und ihr HEILAND benötigten auch mehr Platz. Und so wurden geeignete Räume gesucht, umgebaut und ein Kredit aufgenommen. Im Januar 2016 konnten schließlich die neuen Räume bezogen werden und seit April 2016 sind bis auf Max, der noch freiberuflich unterwegs ist, alle Vollzeit für HEILAND tätig.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Die Truppe arbeitet jedenfalls weiter hart dafür etwas richtig Großes aus ihrem einstigen WG-Küchen Projekt zu machen und sind weiter erfolgreich auf ihrer Mission, Menschen mit gutem Alkohol glücklich zu machen. Zuletzt konnte ein neues Büro in München bezogen werden, der HEILAND hat sogar den Sprung auf die Insel geschafft und wird nun auch in Schottland vertrieben. Um in diesen gesegneten Genuss zu kommen müsst ihr aber gar nicht so weit reisen. Ihr bekommt den Doppelbockliqueur unter anderem in der Galeria Kaufhof, den „Kauf Dich Glücklich“ und „Kochhaus“ Filialen und seit neuestem sogar auf den Tui Cruises.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

  • Bierwerk Gerstenfux – Mexikanisch-schwäbische Braukunst

    [vc_row][vc_column width=“1/3″][vc_column_text]Unsere Tageszeitungen sind in den letzten Jahren voll damit. Nicht nur der Wolf treibt in Deutschland wieder sein Unwesen, sondern auch mehr und mehr Füchse tauchen in den Schlagzeilen auf, weil wieder einmal einige Hühner oder gar Zootiere dem kleinen roten Wildhund zum Opfer gefallen sind. Im schwäbischen Nürtingen wurde nun zuletzt über die Sichtung einer ganz besonders seltenen Art berichtet – sowohl Nürtingens Bewohner als auch über Baden-Württemberg hinaus ist man jedoch begeistert über das Auftreten dieses Exemplars.

    Die Rede ist vom Gerstenfux![/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“2/3″][vc_single_image image=“1995″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Santiago, wie der Gerstenfux im richtigen Leben heißt, hat eigentlich in Berlin Biologie studiert und anschließend im Bereich Pflanzenphysiologie am Max-Planck-Institut in Potsdam promoviert und für einen bekannten deutschen Chemieriesen gearbeitet. Klingt erst mal ziemlich beeindruckend und man würde eigentlich nicht erwarten, dass dieser Werdegang irgendwann zur Eröffnung einer kleinen Craft Bier Brauerei führt. Vor einigen Jahren auch noch undenkbar, ist das heute Gott sei Dank gar nicht mehr so ungewöhnlich. So hat Santiago, wie viele inzwischen etablierte Craft Bier Brauer, auch erst als Hobbybrauer angefangen, so seine ersten Erfahrungen gesammelt und step-by-step seine Rezepte optimiert.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“2/3″][vc_single_image image=“1998″ img_size=“full“][/vc_column][vc_column width=“1/3″][vc_column_text]Die ersten Versuche liegen dabei schon sehr lange zurück und sind bereits um 1997/98 in Mexiko im besten Teenager-Alter zusammen mit seinem Vater entstanden. Eigentlich haben Jungs in diesem Alter ganz andere Dinge im Kopf, doch der Vater ist großer Weinliebhaber und so ist irgendwann die Idee entstanden, gemeinsam eigenen Wein herzustellen. Allerdings war es damals in Mexiko nicht möglich ganzjährig Weintrauben zu kommen und so hat man konsequenter Weise eben versucht Bier zu brauen. Aber auch hier ist der erste Versuch gnadenlos gescheitert und auch die Bierhefe war damals nicht so leicht verfügbar wie man sich das erhofft hatte. Und so gingen doch noch einige Jahre ins Land bis in der Studienzeit schließlich die ersten trinkbaren Versuche geglückt sind – die Leidenschaft für (Nutz-) Pflanzen, Mikroorganismen und Brotbacken wurde aber bereits in jungen Jahren in Mexiko geweckt.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Aber auch wenn das Interesse schon früh da war hat es wie so häufig auch bei Santiago letztlich noch einen Anstoß gebraucht um das Hobby zum Beruf zu machen – ist ja schließlich ein gewagter Schritt, der wohl überlegt sein will! Aber unsichere Zeiten, in denen auch Unbefristete Verträge von heute auf morgen nichts mehr wert sind haben dazu geführt, sich Alternativen zu überlegen und aktiv zu werden. Auch wenn das für ihn sicher keine einfache Zeit war, wir jedenfalls sind dem Chemiekonzern fast dankbar, wären wir doch sonst um eine tolle Craft Bier Brauerei ärmer.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“2/3″][vc_single_image image=“2005″ img_size=“full“][/vc_column][vc_column width=“1/3″][vc_column_text]Schließlich ist der Gerstenfux mit seiner Familie aus Berlin wieder in das beschauliche Schwabenland gezogen und hat nun in Nürtingen seine neue Heimat gefunden. Bereits im September 2016 wurden geeignete Räume gefunden – doch stand nun erst ein anstrengender und schweißtreibender Umbau an, der sich endlos gezogen hat und zusammen mit Beschaffung der notwendigen Dokumente die Geduld aller wirklich strapaziert hat. Im März 2017 war dann aber der erste, wichtige Meilenstein geschafft und die Genehmigung lag vor. Im Juni darauf konnte der erste Sud gebraut werden und am 14. Oktober -nach allerhand Stolpersteinen und gut halbjährigem Umbau der alten Gastwirtschaft – konnte die Brauerei schließlich ganz offiziell ihre Pforten öffnen und den Betrieb aufnehmen. Tatkräftig unterstützt wird er dabei von Jana, seiner Frau, die sich um alles Anstehende im Hinter- und Vordergrund kümmert.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/3″][vc_column_text]Das alte Gasthaus, indem zuvor auch ein mäßig stilvoll eingerichteter Lieferservice beheimatet war, ist inzwischen nicht mehr wiederzuerkennen. Eine schmucke Theke hinter der das Bier frisch gezapft wird ziert nun den Raum und viele schöne Sitzgelegenheiten wurden geschaffen – abgerundet wird das Ganze von den 5 großen Gärtanks die ebenfalls im Gastraum zu bestaunen sind und die davon zeugen, dass hier echte Handarbeit passiert. Im Gerstenfux Sortiment sind inzwischen ein Lagerbier, ein Hefeweizen – und was natürlich bei keiner Craft Bier Brauerei fehlen darf –auch ein schmackhaftes Indian Pale Ale zu finden. Santiago’s Spezialität ist aber ein „Märzen“, dass nach einem eigens kreierten und über die Jahre verfeinerten Rezept gebraut wird und das auch wir besonders empfehlen können.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“2/3″][vc_single_image image=“1996″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][vc_row_inner][vc_column_inner][vc_single_image image=“2000″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Solltet ihr nun unerwarteten Durst auf ein schönes, kühles, handwerklich gebrautes Bier bekommen haben und aus der Stuttgarter Region kommen, so kann dem problemlos Abhilfe geleistet werden. Wenn der Bierdurst kritische Ausmaße annimmt könnt ihr einfach umgehend eine der Stuttgarter Institutionen wie das Amadeus, den O’Reilleys Pub oder das Kap Tormentoso, aufsuchen und euch eine Kreation vom Bierwerk Gerstenfux gönnen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Sollte es aber nicht ganz so eilig sein, oder wenn ihr euch für Zuhause eindecken wollt – jeden Freitag von 10.00 Uhr bis 17.30 findet direkt in der Brauerei ein Flaschenverkauf statt. Besonders empfehlen können wir euch aber einen Besuch der Gaststätte. Verabredet euch mit Freunden, nehmt euch etwas Zeit, esst einen frisch zubereiteten Flammkuchen und probiert euch durch das frisch gezapfte Sortiment. Die Gaststätte hat jeden ersten und dritten Samstag im Monat ab 15.00 Uhr geöffnet. Interessierte Jungfüxe können übrigens inzwischen auch an Brauseminaren teilnehmen, die nächste Termine stehen im kommenden Herbst an und sind auf der Website zu finden.[/vc_column_text][vc_single_image image=“1997″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]

  • STILVOL. – Schnaps für die besonderen Momente

    [vc_row][vc_column][vc_column_text]Es gibt diese besonderen Momente im Leben. Die Momente von Jugend, Freundschaft, Glück und unbeschwerter Leichtigkeit. Momente, in denen du während einer durchtanzten Nacht mit deinen besten Freunden verschwitzt auf der Tanzfläche stehst und du dich unsterblich fühlst – unsterblich, als würde der nächste Morgen niemals kommen und als könne dir das Leben nichts anhaben. In solchen Momenten kannst du nicht einfach irgendeinen Schnaps trinken und auf die Freundschaft anstoßen. In solchen Momenten braucht es etwas Besonderes – doch die meisten Bars können hier nur mit Getränken dienen, die diesen Momenten in keinster Weise gerecht werden.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Gott sei Dank hat sich das inzwischen ein wenig geändert. Und das haben wir unter anderem einem kreativen und inspirierten Quartett junger Menschen zu verdanken, die allesamt auf dem Dorf aufgewachsen sind und denen bei vielen durchgetanzten Nächten in diversen Bars und Clubs immer etwas zum Anstoßen gefehlt hat, dass diesen besonderen Momenten gerecht geworden wäre. Mittlerweile haben sich Jessica, Markus, Markus und Danny für ein Leben in der Stadt entschieden und ein gemeinsames Ziel gesetzt. Kein geringeres, als mit ihren Schnäpsen nicht nur alte Traditionen zu erhalten, sondern sie auch neu zu gestalten und nebenbei einen hochprozentigen Soundtrack für durchtanzte Nächte zu brennen.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1708″ img_size=“full“ onclick=“link_image“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1716″ img_size=“full“ onclick=“link_image“][/vc_column][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Noch gar nicht so lange auf dem Markt gibt es inzwischen von der STILVOL.-Bande schon drei verschiedene Schnäpse – einen Williams Christ Birnenbrand, einen Barrique Obstbrand aus Apfel und Birne und einen Williams Christ Edelgold. Darüber hinaus haben die vier mit einem Johannisbeere und einem Apfel Cuvée auch zwei wirklich leckere Fruchtliköre im Programm, die sogar Leuten schmecken, die sonst keine Likörtrinker sind und auf das sonst “so süße Zeug” schimpfen. Gebrannt werden die Schnäpse bei zwei Brennern aus dem Hohenlohekreis im Nordosten Baden-Württembergs.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Einer davon ist Erich, er war der erste Brenner mit dem die vier zusammengearbeitet haben und ist praktischer Weise auch der Großvater von Jessica. Er hat mit seiner Jahrzehnte langen Erfahrung praktisch unbewusst den Grundstein für STILVOL. gelegt und war logischerweise auch einer der ersten Förderer, der seine Enkelin und ihre Freunde mit Begeisterung bei der Idee unterstützt hat, die junge Generation wieder für „Gutes vom Land“ zu begeistern. Seit Jahrzehnten wird von Opa Erich in der Hohenloher Ebene Obst angebaut und anschließend nach alter Handwerkskunst auf seinem Hof in der eigenen Brennerei verarbeitet – hier sitzt wie in einem romantischen Bild von alten Zeiten die Oma noch im Hof und schneidet die Birnen, die später vom Opa verarbeitet werden.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1731″ img_size=“full“ onclick=“link_image“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Jahrzehnte lange Erfahrung im Obstanbau und im Brennhandwerk gepaart mit natürlichen und intensiven Aromen regionaler Früchte – schmeckt nach ganz großer Kunst![/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1720″ img_size=“full“ onclick=“link_image“][/vc_column][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Uli, der zweite Brenner, steht dem aber kein bisschen nach. Auch für ihn hat das Brennhandwerk Familientradition und schon als Kind hat er zusammen mit seinem Vater gebrannt und konnte so über Jahre sein Können perfektionieren. Auch hier stammt das Obst von eigens angebauten Früchten von Hohenloher Streuobstwiesen und kann anschließend ohne lange Transportwege vollreif und erntefrisch direkt in der eigenen Destille gebrannt werden. Erich und Uli – sozusagen zwei Hohenloher Jedigroßmeister der Brennkunst! Die Abfüllung, Gestaltung und Vermarktung der Schnäpse und Liköre wird analog dazu ebenfalls komplett in Eigenregie vom STILVOL.-Team durchgeführt und besonders das äußerst schlichte aber extrem gelungene Design gefällt schon vorm eigentlichen Schnapsgenuss.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Die Schnäpse sind natürlich im eigen Onlineshop aber inzwischen auch schon in einigen Stores & Bars unter anderem in Stuttgart, Mannheim, Ulm, Frankfurt und Düsseldorf zu finden. Gerade in Stuttgart sind sie mittlerweile in mehr als 15 Bars und Stores erhältlich wo teils grandiose Cocktails damit gezaubert werden. Auf jeden Fall können wir euch einen Besuch im PAUL & GEORGE empfehlen. Dort bekommt ihr unter anderem den Willi Sour mit Chartreuse Jaune. Der ein oder andere fühlt sich zwar wie eine starke, warme, fruchtige Ohrfeige an aber alle Drinks kreiert aus den STILVOL. Schnäpsen sind wärmstens zu empfehlen – wenngleich besser nicht alle an einem Abend![/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1721″ img_size=“full“ onclick=“link_image“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Übrigens, ein kleiner Geheimtipp: Die kleinen 100ml Flaschen dürfen bei Flügen auch mit ins Handgepäck genommen werden und eignen sich wahlweise bestens als Beruhigungsmittel bei Flugangst oder bei einem feucht fröhlichen gute Laune Kurztrip mit Freunden als qualitativ hochwertigen Kickstarter und konkurrenzlose Alternative zu allen Angeboten der Bordküche.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“3/4″][vc_single_image image=“1718″ img_size=“full“ onclick=“link_image“][/vc_column][vc_column width=“1/4″][vc_column_text]Nach den Jungs von Torschnaps ist das schon die zweite Truppe, die dem Schnaps zu einer Renaissance verhelfen will und mit frischem Design verstaubte Vorurteile aufräumt. Wirklich tolles und handwerklich grandios umgesetztes Projekt einer sehr sympathischen Mannschaft –  wir mussten sogar versprechen alles vorher zu probieren bevor wir diesen Artikel veröffentlichen durften. Toller beweis dafür, dass es hier nicht nur ums Geld und eine fixe Marketingidee geht, sondern dass die Vier wirklich von ihren Produkten überzeugt und begeistert sind und das Projekt aus Liebe zum Schnaps und zur alten Tradition ins Leben gerufen haben.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Weitere Sorten sind bereits in Planung und mit Vorfreude auf den nächsten Geschmacksknaller werden wir uns noch einen STILVOL.len Schnaps genehmigen![/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row full_width=“stretch_row“][vc_column][vc_gallery type=“image_grid“ images=“1723,1727,1726,1725,1724″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]

    Photo Credits: STILVOL.

    [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

  • Auf ein Glas mit… Lupo von Weissbrand

    Hi Lupo, erzähl uns doch mal etwas über euch, wer steckt hinter Weissbrand?

    Wir sind Lupo, Luki, Basti und Julian (s. Bild v.l.n.r.). Alle zwischen 22 und 26 Jahren jung. Luki ist der Mann am Glas, Basti die Rampensau, Julian der handwerklich Kreative und ich bin sozusagen der strategisch Kreative. Vor genau 2 Jahren, noch während unseres Studiums, haben wir gemeinsam unsere kleine aber feine Spirituosenmanufaktur „Weissbrand Distilling Co.“ gegründet.

    Heute etablieren wir unter dem Begriff „Weissbrand“ (der Begriff ist mittlerweile international als Trademark geschützt) eine neue Spirituosenart, mit der wir die Vision haben, ein exklusives Nationalgetränk für Deutschland zu schaffen. Quasi ähnlich wie der Pisco aus Peru, der Mezcal aus Mexiko oder der Cognac aus Frankreich. Weissbrände bezeichnet seitdem also „handwerklich hergestellte Spirituosen, die aus der Basis von hochwertigem Wein gebrannt werden und anschließend mit natürlichen Bio-Zutaten verfeinert werden“.

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    Was genau ist das Besondere an „The Wolf“ und „Birds“?

    Normalerweise legt man ja Brände aus Wein (Brandy, Weinbrand, Cognac) nach dem destillieren in Holzfässer. Das ist der traditionelle Weg. Wir versuchen durch die Hochwertigkeit des Grundweines, der erst einmal destilliert wird und dann mit einer handverlesenen Auswahl von pflanzlichen Bio-Zutaten für 4 Tage mazeriert und anschließend ein zweites Mal destilliert wird, ein ganz besonderes Aroma zu erzeugen, dass weltweit einzigartig ist. Lustiger weise hat dies vorher in der Form noch niemand gemacht. Das ist schon irgendwie verrückt, aber cool!

    Wie seid ihr darauf gekommen „Weissbrand“ zu erschaffen? Man steht ja nicht jeden Tag auf und sagt sich: So, heute will ich eine völlig neue Spirituosenkategorie gründen!

    Nun, auch wenn man es denken könnte – diese „Schnapsidee“ ist uns tatsächlich nicht im Vollsuff in einer Kiezkneipe auf dem Hamburger Berg gekommen. Auch auf dem Dachboden unserer Großeltern haben wir leider keine Rezeptur finden können (lacht) und so mussten wir also selbst kreativ werden. Das einzig Gute: Wolfgang, der Vater von Julian und Luki, lebte damals auf einem Weingut. Und so ist uns, als beste Freunde, die Verbindung zum Wein und Schnapsbrennen quasi in die Wiege gelegt worden.

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    Als wir uns während unseres Studiums besser kennenlernten wussten wir, dass wir gemeinsam etwas aufbauen wollen. Vor allem hier hatten wir alle den gemeinsamen Anspruch, nicht einfach nur besser zu sein als andere, sondern gänzlich anders. Da jede Woche gefühlt drei neue Gin-Labels den Markt überfluteten, wollten wir eine neue Nische eröffnen. So entwickelte sich mit der Zeit die Idee von der Craft Spirituose aus Wein in Verbindung mit den pflanzlichen Zutaten (auch neudeutsch „Botanicals“ genannt). So begann alles im Spätsommer 2014 im WG-Wohnzimmer als Büro. Zwischen Klausuren und Hausarbeiten wurde Schnaps zum täglichen Ausgleich. Vor allem der Craft Trend, den man ja auch deutlich im Gin- und Bierbereich feststellen kann, half uns natürlich ungemein dabei eine profitable Nische im Premiumsegment aufzubauen.

    Stellt ihr eure Spirituosen völlig in Eigenregie her?

    Ja! Julian macht bei uns die Produktion, er fährt jede Woche zur Brennerei und fertigt alles in Eigenregie.

    Wie habt ihr angefangen, konntet ihr Gerätschaften und Infrastruktur von Lukis und Julians Vater nutzen?

    Leider nein, wir haben komplett bei null angefangen. Wolfgang ist eher der genussvolle Weintrinker und moralische Unterstützer. Haha! Nein, ohne Spaß: Ohne ihn hätten wir nie angefangen Schnaps zu fertigen. Er ist eine Art Wegbereiter.

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    Wie ging es dann weiter, inzwischen habt ihr euren Sitz ja auch in Hamburg? Macht ihr das alle hauptberuflich?

    Wir haben uns in Hamburg kennen und lieben gelernt und sind daher auch hier im Norden geblieben. Die Destille befindet sich auch nur eine Autostunde süd-östlich von Hamburg entfernt, inmitten von 450 Hektar Obstbäumen. So haben wir einen tollen Ausgleich von Großstadt und Idylle. Wir machen es derzeit alle hauptberuflich, worüber wir wirklich echt froh sind. Die Zeit in der wir eine doppelt- und dreifach-Belastung hatten durch Uni und Nebenjob war ziemlich hart.

    „THE WOLF“ ist auf 200 Flaschen pro Charge limitiert, wie hat sich „BIRDS“ seit 2014 entwickelt?

    „THE WOLF“ ist ein Liebhaberprodukt und wird dies, nicht zuletzt durch die begrenzte Menge, auch bleiben. Es ist ziemlich schwer den Wein in der geeigneten Qualität und Menge zu bekommen. „BIRDS“ geht hier schon weiter. Die Chargen sind durch unsere Brennblase auf 700 Flaschen begrenzt. Allerdings sind wir hier freier und produzieren derzeit die insgesamt neunte Charge. Es ist großartig zu sehen, dass hier die Nachfrage wirklich stetig steigt und das Konzept Gefallen findet.

    Ihr betreibt ja nicht nur die Spirituosen-Manufaktur Weissbrand sondern ihr habt auch wearebirds.tv ins Leben gerufen. Was hat es damit auf sich?

    Als wir mit „BIRDS“ auf den Markt kamen, haben die Kunden „BIRDS“ auch pur getrunken, obwohl er eigentlich von uns für die gehobene Barszene (für Drinks) konzipiert wurde und nicht wie „THE WOLF“ als exklusiver Digestif. Wearebirds.tv wurde somit als kreative Drink- und Entdeckungs-Plattform ins Leben gerufen, um zu zeigen, wie vielseitig „BIRDS“ einsetzbar ist. Hier arbeiten wir ausschließlich mit Top-Barkeepern zusammen von dessen Drink-Kreationen wir vollends begeistert sind.

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    Wir finden, ihr habt ein grandioses und äußerst stimmiges Marketing. Angefangen vom Produkt- und Verpackungsdesign bis hin zu euren Websites und euren Bildern! Macht ihr das selber, oder habt ihr vlt. Freunde und Partner die euch dabei unterstützen?

    Herzlichen Dank! Wir haben alles selbst entwickelt. Ich bin bei uns für das Design und die generelle Kommunikation zuständig und Julian macht großartige Fotos. Da sparen wir uns jede Menge Zeit und Kosten bei neuen Ideen!

    Wie trinkt ihr „BIRDS“ oder „THE WOLF“ am liebsten, was sind eure liebsten Drinks?

    „THE WOLF“ natürlich als Digestif, immer pur und auf Zimmertemperatur nach dem Essen. „BIRDS“ ist wahnsinnig vielseitig aber unser German Mule (4cl Birds, 2cl Limettensaft, 15cl Ginger Beer) ist ein Klassiker für jede anspruchsvollere Hausbar. Ansonsten ist unser klassischer Sour, der „Angry Birds Sour“ natürlich auch super lecker!

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    Wie geht’s weiter? Wollt ihr weiter expandieren, habt ihr schon Pläne für neue Produkte?

    Wir wollen natürlich unser heimisches Weissbrand-Konzept in der ganzen Welt bekannt machen. Derzeit verkaufen wir nur in Deutschland und der Schweiz. Das ist schon ziemlich viel Arbeit. Vor Allem zu viert. Für die nächsten Monate haben wir erst einmal das Ziel den Vertrieb zu optimieren und die Marke im Heimatland bekannter zu machen. Da wir völlig eigenfinanziert sind und kein großes Marketingbudget haben gehen wir derzeit viel über soziale Medien und Verkostungen. Aber in uns sprudeln die Ideen!

    Habt ihr in nächster Zeit irgendwelche Messen oder Events geplant? Wo kann man euch antreffen?

    Wir sind natürlich auch wieder da, wo wir letztes Jahr im Oktober gelauncht haben – beim Bar Convent Berlin (10. – 11. Oktober 2016) Dort feiern wir gleichzeitig auch unser Einjähriges.

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    Wo kann man denn eure Produkte inzwischen überall kaufen?

    Unsere Weissbrände gibt es mittlerweile deutschlandweit im gut sortiertem Fach- und Feinkosthandel. (u.A. national im Kochhaus und in den Gourmet Abteilungen von Galeria Kaufhof).

    Und zu guter Letzt – Gibt es noch etwas das ihr unbedingt loswerden und uns mitteilen wollt?

    Es tut mir so leid, dass ihr so lange warten musstet! 🙁

    Photo Credits: Weissbrand

  • Achthundertsechsundfünfzig – Die Geschichte von Wild Gin

    856  – das ist die Buslinie von Bonn-Bad Godesberg nach Oedingen. 856 – das ist die Ortsvorwahl eines Gebiets im Südwesten des US Bundesstaats New Jersey. Und – 856 ist das Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung von Grombach, einem kleinen Dorf im Landkreis Heilbronn, das zur Stadt Bad Rappenau gehört.

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    Genau genommen tut das aber alles überhaupt nichts zur Sache und hat mit unserer Geschichte rein gar nichts zu tun. Was aber wirklich zählt ist, dass es dieses Jahr genau 856 Flaschen von Markus Eschers neuem Wild Gin gibt – nicht mehr und nicht weniger! Wild Gin, das ist der erste regionale Gin aus den Remstaler Weinbergen, genauer gesagt aus Schwaikheim, einer kleinen Gemeinde rund 20 Kilometer nordöstlich von Stuttgart.

    Wild Gin wurde von Markus Escher und seiner „Edeldestillatmanufaktur Aromenjäger“ ins Leben gerufen und nach 435 Flaschen im letzten Jahr können, oder besser gesagt, konnten in diesem Jahr eben genau 856 Flaschen des edlen Tropfens käuflich erworben werden. Zwar sind 2016 noch einige Flaschen zu haben, doch der Wild Gin ist nichts Alltägliches und dürfte daher auch 2016 wieder ausverkauft sein.

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    Die Herstellung von Gin ist grundsätzlich einfach. Außer einem Alkoholgehalt von mindestens 37,5 Volumenprozent und Wachholderbeeren ist eigentlich nichts fest vorgeschrieben. So entstehen je nach Kreativität des Schöpfers sehr ausgefallene und zugegebener Maßen auch sehr leckere Gin Sorten. Häufig jedoch werden die zur Herstellung benötigten Kräuter und Gewürze einfach beim Großhändler erworben und lediglich in neutralem, aber ebenfalls zugekauften, Alkohol eingelegt. Dies trifft definitiv nicht auf alle Hersteller zu und viele bieten einen großartigen handgemachten Gin an. Häufig jedoch entspricht dies aber nicht unserem Verständnis von „handgemacht“, auch wenn das Marketingkonzept dem Konsumenten das verkaufen möchte.

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    Beim Wild Gin ist das anders – er ist eine hochprozentige Liebeserklärung an die Natur und könnte handgemachter fast nicht sein! Die Wildkräuter, die ihm sein besonderes Aroma verleihen, werden mühevoll von Hand gesammelt und sind wild zwischen den Rebstöcken des familieneigenen Weinguts gewachsen. Ursprünglich waren sie lediglich ein Nebenprodukt, um als Zwischenbegrünung im naturnah und ökologisch bewirtschafteten Weingut den Boden aufzulockern und die Rebstöcke besser mit Luft zu versorgen.

    Die wundervollen Düfte von Brennnessel, Lavendel, Melisse, Wacholder und vielen anderen Wildgewächsen zwischen den Rebstöcken brachten Markus Escher – eigentlich gelernter Mechatroniker und derzeit Student der Betriebswirtschaft für kleine und mittlere Unternehmen – auf die Idee, daraus einen eigenen Gin zu kreieren.

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    Da der Alkohol nicht einfach nur zugekauft werden soll wird der Gin nach traditioneller Handwerkskunst in der alten und einst stark vernachlässigten Destille des Großvaters gebrannt in der auch die ebenfalls hervorragenden Destillate seiner Manufaktur „Aromenjäger“ aus regionalen und handverlesenen Birnen, Äpfeln, Trauben, Kirschen oder Wildkirschen entstehen. Das hierfür notwendige Know-how hat sich Markus in einem Kurs für Klein- und Obstbrenner an der Universität Hohenheim angeeignet.

    Und wenn auch der ein oder andere Versuch in die Hose ging, bis das perfekte Rezept für das einzigartige Wildkräuter-Aroma gefunden war – der Aufwand hat sich gelohnt! Die letzten Kritiker werden spätestens dann überzeugt, wenn man eine der nummerierten und von Hand abgefüllten Steingutflaschen öffnet und sich ein Gläschen einschenkt. Denn ein Schluck von Markus Eschers Wild Gin ist wie Kurzurlaub im Kräutergarten. Nur für einen Moment die Augen schließen und die Aromen und Düfte auf sich wirken lassen. Die Wildkräuter übernehmen den Rest.

    Viel Spaß im wilden Urlaub!

    Photo Credits: Marc Schwarz

  • Auf ein Glas mit… Viktor Eriksson von Swedish Tonic

    Viktor schenkt ein Glas seines Swedish Tonics ein und erzählt uns etwas über sich, seine Heimat und noch viel mehr über sein einzigartiges Tonic Water.

    Hi Viktor, stell dich doch mal kurz vor und erzähl uns was du machst.

    Mein Name ist Viktor Eriksson. Ich bin 22 Jahre alt, Mitgründer von Swedish Tonic und studiere Wirtschaftswissenschaften in Uppsala (Schweden).

    Wann hast du mit Swedish Tonic angefangen?13323355_1753415008229201_7953597732357330062_o

    Ich habe Swedish Tonic zusammen mit meinem Freund Gustaf Ytander im Frühling dieses Jahres Gegründet und ich kann euch sagen, bisher war es eine rasante und sehr lustige Reise!

    Was hast du vor Swedish Tonic gemacht und wie kommt man eigentlich darauf, Tonic Water herzustellen?

    Naja, bevor ich mit Swedish Tonic angefangen habe war ich eigentlich ein ganz normaler Student. Ich habe in Uppsala Wirtschaftswissenschaften studiert und hatte ein ganz normales Studentenleben. Irgendwie fand ich es aber langweilig den ganzen Tag nur zu studieren und hab mich daher etwas umgesehen. Eines Tages bin ich dann über einen Blogbeitrag gestolpert, wie man home made Tonic herstellt.

    Und wie ging es dann weiter?
    Da man mich mit Fug und Recht als Gin & Tonic Freak bezeichnen kann habe ich sofort, nachdem ich den Blogbeitrag entdeckt hatte, alle notwendigen Zutaten bestellt und meinen Kumpel Gustaf angerufen. Wir haben einfach angefangen und solange mit verschiedenen Rezepten herumzuexperimentiert, bis wir das perfekte gefunden hatten.

    Habt ihr inzwischen Angestellte oder arbeitet ihr immer noch alleine?

    Inzwischen besteht Swedish Tonic aus meinen Freunden Gustaf Ytander, Anton Askenström und natürlich mir. Ich gehe aber weiterhin zur Uni und mache mein Studium fertig. Alle Fotos macht übrigens Disa Hein für uns (Instagram).

    13329322_1752979471606088_3782533334236765971_oWie wird Swedish Tonic hergestellt?

    Wird nicht verraten.

    Was ist das Besondere an Swedish Tonic, wie lässt sich der Geschmack beschreiben?

    Wenn du eine Flasche Swedish Tonic öffnest kannst du schon die verschiedenen Aromen riechen – Es duftet nach Orange, Piment und Agave. Ohne übertreiben zu wollen, aber der Geschmack ist wirklich einzigartig. Es hat viel mehr Geschmack und Aroma als gewöhnliche Tonic Water.

    Gibt es bereits neue Pläne oder Projekte die ihr in der nächsten Zeit angehen wollt?

    Im Moment konzentrieren wir uns ganz auf unser Swedish Tonic. In der Zukunft wollen wir aber natürlich expandieren und weitere Produkte entwickeln.

    Wo kann man Swedish Tonic käuflich erwerben?

    Ihr könnt unser Swedish Tonic über unsere Website bestellen.

    Verrate uns dein Lieblingsrezept (natürlich mit Swedish Tonic)

    Versucht einfach mal etwas Rosmarin dazuzugeben – schmeckt grandios!

    (Anmerkung: Weitere tolle Rezepte findet ihr übrigens hier)

    Gibt es noch etwas, dass du Deutschland mitteilen willst?

    Prost!


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    Das Interview führte Marc

    About: Auf ein Glas mit… gibt dir 300ml, um deine Idee, deine Leidenschaft und Dich zu präsentieren.  Also nimm dir Zeit, lehn dich zurück und erzähl uns etwas von Dir.